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Mit dem VT95 zum Eisenbahnfest nach Schöneweide – ein Fahrtbericht

Bahnhof Basdorf, 18. September 2016, 10:24 Uhr: Pünktlich auf die Minute setzte sich VT 95 9396 an Gleis 2 in Bewegung. Bei schönstem Spätsommerwetter war bereits ein großer Teil der Fahrgäste mit im Zug, um den typischen Sound des Triebwagens auf möglichst langer Stecke genießen zu können.
Bei der Einfahrt in den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen wurden wir schon von weiteren Fahrgästen begrüßt, die es kaum erwarten konnten, ihre vorgebuchten Plätze einzunehmen. Unser Triebwagen fuhr diesmal ohne Beiwagen, so dass das zeitaufwendige Umsetzen in Gesundbrunnen entfallen konnte. Unser Triebfahrzeugführer brauchte lediglich in den Führerstand auf der anderen Seite zu wechseln und nachdem die Schlußscheiben umgesteckt worden waren ging es auch schon los. Zunächst nördlich auf der bereits in Gegenrichtung befahrenen Strecke bis zum Karower Kreuz, wo wir dann in Richtung Hohenschönhausen abzweigten. In Lichtenberg ging dann ein Raunen durch den Triebwagen – gegenüber stand der Dampf-Sonderzug der Dampflokfreunde Berlin, der anlässlich des Eisenbahnfestes dreimal täglich als Sonderfahrt unterwegs war. Ohne Unterbrechung fuhren wir weiter über Ostkreuz, um dann in den Bahnhof Schöneweide einzufahren. Kurz darauf erreichten wir dann das Gelände des Bahnbetriebswerkes Berlin Schöneweide. Nachdem die Fahrgäste ausgestiegen waren, ging es zum Showdrehen auf die Drehscheibe, bevor wir dann auf ein Gleis direkt vor dem offenen Lokschuppen rollten. Viele Besucher des Eisenbahnfestes nutzten die Gelegenheit und besichtigten unseren Schienenbus. Ungezählte Fragen wurden von unseren Kollegen im Zug beantwortet. Große Augen gab es immer dann, wenn die Fahrgäste, speziell die Kinder, unsere umlegbaren Rücksitzlehnen entdeckten.

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Nach einer weiteren Runde auf der Drehscheibe am späten Nachmittag waren unsere Fahrgäste alle pünktlich wieder im Zug, so dass wir planmäßig die Rückreise antreten konnten. Allerdings stand dann kurz nach dem Bahnhof Schöneweide das Signal auf Halt, nichts ging mehr. Wegen technischen Störungen im Bereich Ostkreuz war die Strecke vorerst gesperrt. Einige Minuten vergingen auf offener Strecke, bis unser Triebfahrzeugführer per Funk einen neuen Fahrplan und einen Befehl erhalten hatte. Nachdem er kurz über einen Richtungswechsel informierte und wir unsere Schlußscheiben umsteckten, standen unsere Fahrgäste wie auf Kommando auf, klappten ihre Rückenlehnen um und setzten sich in Gegenrichtung wieder auf ihre Plätze. Zu unserem Glück waren wir solo unterwegs und hatten so die Möglichkeit, ohne weitere Verzögerungen für ein evtl. Umsetzen des VT in Gegenrichtung fahren zu können. Zurück über Schöneweide und dann über Wendenheide, Eichgestell, am aufgelassenen Verschiebebahnhof Wuhlheide vorbei fuhren wir in nördlich Richtung, um dann über Hohenschönhausen und dem Karower Kreuz mit halbstündiger Verspätung in Gesundbrunnen einzulaufen. Unsere Fahrgäste nahmen den Umweg sowie die Verspätung mit Humor, immerhin konnten sie so die Fahrt etwas länger als gedacht genießen. Dank schnellem Ausstieg in Gesundbrunnen konnten wir umgehend Richtung Basdorf weiterfahren. Dort war dann die Freude der mitgefahrenen Fahrgäste groß, als unmittelbar nach dem Aussteigen die Dampflok 131.060 mit ihren Begleitwagen in den Bahnhof rollte. Sie war uns im Blockabstand gefolgt und wird die nächsten Wochen bei uns bleiben, um unsere Züge im Herbst und Advent auf der Heidekrautbahn zu ziehen,- sichern Sie sich schnell Ihre Fahrkarten!

Allen teilnehmenden Kollegen und Gästen dieser gelungenen Fahrt ein herzliches Dankeschön vom Schaffner!