Nächste Fahrtage

Pendelfahrten mit VT 95 9396

18.10.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Anläßlich der Sonderfahrt zum Wandlitzer Herbstleuchten am 28. Oktober verkehrt unser Schienenbus zwischen den Ortsteilen Schönerlinde, Basdorf und Klosterfelde der Gemeinde Wandlitz.

VT 95 9396 mit Zf

Los geht’s um 18:20 Uhr in Klosterfelde Richtung Wandlitz. Von dort über Basdorf nach Schönerlinde und wieder zurück nach Klosterfelde. Der zweite Umlauf endet diesmal in Basdorf und führt zurück nach Klosterfelde.

 

Bahnhof Zug 1 Zug 2 Zug 3 Zug 4
Klosterfelde 18:20 ab 20:03 an 20:06 ab 21:04 an
Wandlitzsee 18:25 19:58 20:13 20:59
Wandlitz 18:27 19:54 20:18 20:54
Basdorf 18:32 an18:48 ab 19:48 ab19:30 an 20:22 an 20:48 ab
Schönwalde 18:54 19:24
Schönerlinde 19:02 an 19:18 ab

 

Unser historischer Triebwagen, Baujahr 1954, verfügt über 56 Sitzplätze. Die Rückenlehnen der Sitzbänke lassen sich umschwenken, so daß die Blickrichtung unabhängig von der Fahrtrichtung gewählt werden kann. Der Triebwagen verfügt über eine Rundumverglasung ohne störende Trennwände. Der Innenraum ist original erhalten und wird mit kleinen warmweißen Glühlampen beleuchtet. Der Triebwagen kann leider keine Fahrräder und Kinderwagen befördern.

Der Fahrpreis beträgt 2€ pro Person je Richtung, Kinder (3 – 12 Jahre) zahlen die Hälfte.




Oktoberfest in Schmachtenhagen

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 1. Oktober stand uns für die Fahrt zum Oktoberfest im Oberhavel Bauernmarkt in Schmachtenhagen die LOCON-Lok 218 mit Personal zur Verfügung. Bei dieser V100 handelt es sich um die 1974 bei der Deutschen Reichsbahn in Dienst gestellte 110 719-2. Die Diesellok bespannte den Museumszug in Richtung Berlin. Der Einsatz der Diesellok war erforderlich, da es in Schmachtenhagen keine Möglichkeit zum Umsetzen der Dampflok an das andere Zugende gibt.

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Der morgendliche Leerzug nach Berlin konnte am alten Bahnhof Berlin-Blankenfelde abgelichtet werden. Das trübe Herbstwetter sorgte keinesfalls für miese Stimmung wie beim fröhlichen Dampflokpersonal zu sehen ist. So war doch die Dampfentwicklung bei den Temperaturen um 14°C sehr gut sichtbar.

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Nahezu ausgebucht setzte sich unser Zug dann pünktlich um 11 Uhr in Bewegung. Nach Zustieg weiterer Fahrgäste in Schildow wurde es dann ab Basdorf etwas voller im Zug, denn es wurden dort die Regionalbahnfahrgäste der RB27 übernommen.

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Wir möchten uns an dieser Stelle bei unserern Fahrgästen für die gute Stimmung im Zug bedanken, auch bei den Fahrgästen der RB27, die den nötigen Zugwechsel in Basdorf verständnisvoll aufgenommen haben. Ganz besonders möchten wir uns bei der Fa. LOCON für die bereitwillige Gestellung der Diesellok nebst Personal bedanken. Ein Gruß geht auch an die Betriebs- und Fahrdienstleitung der Niederbarnimer Eisenbahn in Basdorf.




14. Berliner Eisenbahnfest im Bw Schöneweide

01.10.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 23. September besuchten wir mit unserem frisch hauptuntersuchten VT95 sowie seinem Beiwagen, der wenige Tage zuvor die 1. Fristverlängerung zur Hauptuntersuchung erhalten hat, das 14. Berliner Eisenbahnfest im Bw Schöneweide. Schon ab Basdorf war der Triebwagen gut ausgelastet; viele Schienenbusfreunde wollten sich die anstehende Fahrt durch Berlin nicht entgehen lassen. Durch Bauarbeiten am Karower Kreuz ist eine direkte Fahrt zum Bahnhof Gesundbrunnen derzeit nicht möglich. Der Laufweg führte somit über den Berliner Außenring und das Biesdorf Kreuz nach Lichtenberg und von dort aus über Greifswalder Straße und Schönhauser Allee im Verlauf der Ringbahn bis Gesundbrunnen.
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Dort stiegen weitere Fahrgäste in den wohlig vorgeheizten Beiwagen ein, um nun den interessantesten Teil der Fahrt zu erleben.
Um das zeitraubende Umlaufen in Gesundbrunnen zu vermeiden, fuhren wir von Gesundbrunnen über Moabit, Jungfernheide, Halensee, Tempelhof und Neukölln weiter im Verlauf der Ringbahn, wobei die Kenner von den noch in Betrieb befindlichen Formsignalen im Bahnhof Neukölln begeistert waren. Über die Verbindungskurve von Neukölln nach Baumschulenweg erreichten wir nach kurzer Fahrt unser Ziel.
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Nach dem Umsetzen des Beiwagens und dem obligatorischen Schaudrehen des Triebwagens auf der Drehscheibe erläuterten unsere Zugpersonale den interessierten Besuchern mit großer Freude die Besonderheiten des Fahrzeugs. Stets war das Personal von einer Menschentraube umlagert.

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Die nachmittägliche Rückfahrt erfolgte auf dem umgekehrten Laufweg, wobei der Höhepunkt die zufällige Begegnung unseres VT95 mit der ebenfalls in Schöneweide gastierenden 95 1027 war, welche den Ring mit dem Museumszug der Schöneweider Kollegen befuhr.

 




Kleines Ost-West Triebwagentreffen

28.09.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 20. September unternahmen Mitarbeiter der DB Netz Betriebszentrale Berlin einen Ausflug auf die Heidekrautbahn und zu unserem Betriebsgelände in Basdorf. Als stilechtes Fortbewegungsmittel kam dabei die LVT-Garnitur 172 001 / 172 601 zum Einsatz, die dem DB Museum gehört und durch den Verein Hafenbahn Neustrelitz gepflegt wird.

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Die Fahrt führte von Karow aus zunächst nach Groß Schönebeck und zurück nach Basdorf. Nach einem kurzen Aufenthalt wurde die Stammstrecke der Heidekrautbahn nach Berlin Wilhelmsruh unter die Räder genommen, wobei während der gesamten Fahrt unzählige Fotos geschossen wurden. Immerhin ist der letzte Besuch eines LVT auf Gleisen der NEB schon viele Jahre her. Nach der Rückkehr aus Wilhelmsuh stiegen die Fahrgäste in einen Planzug der NEB um und bereisten mit diesem noch die Strecke nach Wensickendorf und weiter nach Schmachtenhagen.

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Der LVT sowie sein Triebfahrzeugführer und Begleiter könnten sich derweil in Basdorf eine wohlverdiente Pause gönnen. Dabei war es auch möglich, einen Ost-West-Vergleich zwischen dem LVT und unserem VT 95 anzustellen. Eine nicht alltägliche Begegnung.
Die aus Schmachtenhagen zurückkehrenden “Schienenkreuzfahrer” wurden standesgemäß mit dem VT 95 vom Bahnsteig in Basdorf abgeholt und hatten sodann die Gelegenheit, sich in unseren Hallen umzusehen und am Grill zu stärken.

Wir danken den Kollegen von der Betriebszentrale Berlin für ihren Besuch!




Familienfest im Werk Seddin

28.08.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Nachdem die Hauptuntersuchung am VT 95 9396 erfolgreich abgeschlossen war, führte die erste Sonderfahrt des Triebwagens mit neuer Frist auf Einladung der DB Cargo in das Bahnbetriebswerk Seddin. Seit einigen Jahren wird dort regelmäßig im August ein Familienfest veranstaltet, welches für die Mitarbeiter und deren Familien, aber auch für die örtliche Bevölkerung ein besonderer Höhepunkt ist. Neben Führungen durch die Werkshallen, Informationsangebote und kulinarischer Verpflegung bestehen Mitfahrmöglichkeiten mit verschiedenen Fahrzeugen. In diesem Jahr konnten wir erstmals mit unserem Schienenbus diese Veranstaltung besuchen.

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Die Anreise erfolgte über den östlichen Berliner Außenring bis Saarmund und weiter über Michendorf nach Seddin. Dabei konnte der inzwischen 63 Jahre alte Triebwagen unter Beweis stellen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Vom DB-Cargo-Werk (ehem. Bw Seddin) durch den Rangierbahnhof Seddin konnten wir dann stündlich von 11 bis 15 Uhr Schaufahrten entlang der umfangreichen Anlagen heutiger und ehemaliger Nutzung anbieten, welche sich großer Beliebtheit erfreuten.

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Auch die Rückfahrt, welche ebenfalls von Saarmund über den südlichen und östlichen Berliner Außenring vorbei am Bahnhof Schönefeld führt, verlief reibungslos.
Wir danken für die Gastfreundschaft der Mitarbeiter in Seddin.




REV BEF Bas 19.08.17

21.08.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Diese Anschrift steht jetzt an unserem Schienenbus VT95 9396 angeschrieben. Mit dieser Anschrift wird angegeben, wann und wo die letzte Hauptuntersuchung stattgefunden hat. In diesem Falle fand die Hauptuntersuchung in der heimischen Werkstatt in Basdorf statt und wurde am 19. August 2017 im Rahmen einer Abnahmeprobefahrt abgenommen und fand somit ihren lang ersehnten Abschluß. Der Schienenbus VT95 9396 kann ab sofort wieder für Sonder- und Charterfahrten eingesetzt werden, die Hauptuntersuchung hat eine Gültigkeit von sechs Jahren.

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Umfangreiche Arbeiten und Anstrengungen waren in den letzten Monaten zu bewältigen, um den Triebwagen in den jetzigen Zustand zu bringen. Begonnen wurden die Arbeiten im Rahmen einer außerordentlichen Fristverlängerung im letzten Jahr. Dazu wurde zunächst eine Motorüberarbeitung mit Tausch eines Zylinderkopfes durchgeführt. Im Anschluß wurde die drehelastische Kupplung zwischen Motor und Getriebe erneuert. So dann ging es mit größeren und kleineren Arbeiten weiter, die sich von der Überarbeitung der Gashebel-Übertragung einschließlich Kugelkopferneuerung bis hin zur Wiederherstellung der Steuerungsfunktion des Lüfterantriebes der Kühlanlage des Büssing U10 Unterflurmotors erstreckten.

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Sehr aufwendig waren die Arbeiten im Rahmen der Laufwerksuntersuchung mit Ersatz der Tragfedern und Höheneinstellung. Diese Arbeiten konnten wir nicht selber durchführen und waren auf professionelle Hilfe der Netinera-Fahrzeuginstandsetzungswerke Neustrelitz angewiesen. Ebenfalls wurde dort eine Radsatzprüfung und -überarbeitung mit Achslager-Erneuerung durchgeführt. Dazu gehörte die Bremsuntersuchung Br3 mit Tausch der bremssteuernden Teile, Erneuerung der Bremszylinder und Erneuerung beider Hauptluftbehälter. Nach dem Abschluss der Arbeiten am Fahrwerk wurden die  Schleifstücke der Magnetschienenbremse erneuert, da diese Ihre Verschleißgrenze erreicht hatten. Die Fahrzeugkupplungen wurden ebenfalls einer Prüfung unterzogen und anschließend neu eingestellt.

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Auch am Wagenkasten wurden Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. So wurde ein Einstieg am Führerstand II grundsaniert. Im Fahrgastraum wurden die Revisionsklappen zum Motor und Getriebe hin aufgearbeitet und neu abgedichtet. Verschlissene Dichtungsgummis an den Türen wurden erneuert und Lackausbesserungen erfolgten am Wagenkasten.

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Zum Schluß der Arbeiten stand dann die Abnahmeprobefahrt an. Zu nachtschlafender Stunde führte diese störungsfrei von Basdorf nach Wensickendorf und zurück. Die Anspannung der letzten Wochen ist nun vorbei und man kann in glückliche Gesichter schauen. Eines steht jedoch fest, auf Schienenbus-Schrauben haben die Kollegen der Dieselgruppe erst mal keine Lust mehr. Aber andere Aufgaben warten schon in der Werkstatt. Das ist dann eine andere Geschichte.

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Bahnhofsfest in Rheinsberg am 26. und 27. August

13.08.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Donnerbüchsen und der Packwagen Pwi31 bekommen in diesem Jahr richtig Auslauf. Starteten wir im April zur Wipperliese nach Klostermansfeld, so folgten nach einem Einsatz der Wagen für ein großes Unternehmen in Nauen die Fahrten auf der Mecklenburgischen Südbahn. Der Nächste Einsatz steht kurz bevor: am 26. und 27. August sind unsere Wagen zusammen mit der Dampflokomotive 131.060 zum Bahnhofsfest in Rheinsberg unterwegs. Auch hier gilt: wir sind nicht der Veranstalter, alle weiteren Informationen gibt’s unter Historische Eisenbahn Westmecklenburg e.V.

Plakat Rheinsberg 2017




Berliner Eisenbahnfreunde e.V. auf der Mecklenburgischen Südbahn

11.08.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 5. und 6. August 2017 fand im Agroneum in Alt Schwerin ein internationales Dampftreffen statt. Passend dazu wurden an beiden Tagen vom Verein Historische Eisenbahn Westmecklenburg e.V. Fahrten mit der Dampflok 131.060 und einer vierteiligen Garnitur Nebenbahnwagen, bestehend aus unseren Wagen 3, 5, 7 und 11 angeboten.

Die Berliner Eisenbahnfreunde e.V. waren neben den Wagen auch mit 6 Kollegen vor Ort, die als Heizer auf der Lok bzw. als Zugführer und Schaffner ehrenamtlich ihren Dienst versahen.
Die Fahrten wurden auf der Mecklenburgischen Südbahn zwischen den Bahnhöfen Karow und Malchow durchgeführt. Zentraler Punkt in der Mitte war Alt Schwerin mit dem dort stattfindenden Dampftreffen. Von dort aus wurden Karow bzw. Malchow am Samstag je sechsmal und am Sonntag fünfmal angefahren.
Leider wurde von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns der Personenverkehr auf dieser reizvollen und einst wichtigen Bahnlinie im Jahr 2015 abbestellt. Das hat leider Spuren hinterlassen. Die einst prächtigen Backstein-Bahnhofsgebäude sowohl in Karow als auch in Malchow zeigen unübersehbar die Spuren des Verfalls. Eingeschlagene Fenster und undichte Dächer nebst den damit verbundenen kreativen Bemühungen div Farbkleckser sind ein mehr als trauriger Anblick. Aus einer ehemaligen Dienstwohnung des Malchower Bahnhofs wehten die Gardinen aus den eingeschlagenen Fenstern – ein Anblick, der der im Zug mitfahrenden Frau des einstigen Bahnhofsvorstehers beinahe die Tränen in die Augen trieb. Das war einmal ihr Wohnzimmerfenster gewesen.

Einige der Fahrgäste in den gut besuchten Zügen hatten einen beruflichen Bezug zur Strecke und wollten die Gelegenheit nutzen, diese einmal wieder zu befahren, wie in den alten Zeiten. Da passten dann auch die Formsignale zu unserem Dampfzug. Ein Relikt aus der DDR-Vergangenheit waren dann auch die beiden Transportpolizisten der IG VEB Schwellenschutz, die filmreif vor der Abfahrt des Zuges mit einem originalen Wartburg der Volkspolizei vorfuhren und die Züge den ganzen Tag begleiteten. Dabei wurden dann auch so einige Verwarnungsbescheide ausgestellt… Das Berliner Zugteam möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, sich bei den beiden Trapos herzlichst zu bedanken, die Zusammenarbeit hat nicht nur uns sehr viel Spass bereitet. Vielen Dank auch für den Geleitschutz, den Ihr unserem Zug auf der letzten Fahrt nach Malchow mit Eurem Fahrzeug auf der parallel zur Bahnlinie verlaufenden Landstrasse gegeben habt. Da dürften so einige Megabyte Bildmaterial zusammengeknipst worden sein.

Aber auch bei den Fahrgästen auf der uns bisher unbekannten Strecke möchten wir uns bedanken, sie waren ein tolles Publikum.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Politiker in Schwerin eines Besseren belehren und die Strecke wieder regelmässig befahren lassen, dem Tourismus kann es nur gut tun! Wir wünschen allen Unermüdlichen, die sich für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Mecklenburgischen Südbahn einsetzen, viel Kraft und Enthusiasmus, was manchmal dann doch zum Erfolg führt.

Für die Bilder bedanken wir uns bei Herrn K. Tatzel, Berlin.

Text: HGo

 

 

 




Dampftreffen im Agroneum in Alt Schwerin / Meckl. am 5. und 6. August

07.06.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 1. Augustwochenende dampft und zischt es gewaltig in Alt Schwerin (Meckl.). Dort findet im direkt am Bahnhof gelegenen Agrarmuseum Agroneum das 12. Internationale Dampftreffen statt, das in den letzten Jahren jeweils tausende Besucher anlockte. Dampfmaschinen aller Art wie z.B. Lokomobile und dampfgetriebene Maschinen versetzen Sie in eine andere Zeit zurück.
Aus diesem Anlass wird die Dampflok 131.060 mit dem Museumszug der Berliner Eisenbahnfreunde e.V. an beiden Tagen mehrmals täglich zwischen Alt Schwerin und der malerischen Stadt Malchow am See bzw. Karow pendeln.

Veranstalter der Dampfzugfahrten ist der Verein Historische Eisenbahn Westmecklenburg e.V.
Hier geht’s zur Facebook-Seite des Vereins .

Alle Dampfzüge haben in Malchow Anschluß an die Regionalbahn von bzw. nach Waren/Müritz.

Die Fahrkarten für diese Zugfahrten werden vor Ort an den Bahnhöfen Alt Schwerin und Malchow (dort nur während des Zugaufenthaltes) sowie in den Zügen vom Zugpersonal verkauft, welches unseren Stammgästen sehr bekannt vorkommen dürfte. Im Voraus können Fahrkarten auch per Email direkt beim Veranstalter gebucht werden: -hew-@web.de. Bitte die gewünschten Züge für Hin- u. Rückfahrt angeben.

Fahrpreise für den Dampfzug: Hin- und Rückfahrt Erw. 11€, Kinder 5-14J 6€, Kinder unter 5 Jahre fahren ohne Sitzplatzanspruch kostenlos. Eine Fahrradmitnahme im Gepäckwagen ist gegen eine Spende möglich. Eine Fahrkarte berechtigt zu einer Fahrt Alt Schwerin – Malchow und zurück ODER Alt Schwerin – Karow und zurück (jeweils auch in umgekehrter Richtung möglich).

 

Zum Fahrplan einfach auf’s Bild klicken:

 

Plakat Alt Schwerin 2017




Hauptuntersuchungen der Wagen 1 und 14 abgeschlossen

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 2. Juni wurden unsere frisch hauptuntersuchten Wagen 1 und 14 von den Fahrzeugwerken Miraustraße zurück nach Basdorf überführt. An dieser Stelle danken wir recht herzlich den Mitarbeitern der Fahrzeugwerke Miraustrasse in Hennigsdorf für die geleistete Arbeit. Ebenso auch einigen Kollegen aus der Werkstatt in Basdorf, wenn es galt Zuarbeiten zu leisten. Letztendlich haben alle Anstrengungen zur erfolgreichen Hauptuntersuchung geführt. Beide Wagen stehen wieder für mindestens weitere 6 Jahre zur Verfügung. Wie immer gilt an dieser Stelle auch der Dank an unsere Fotografen, die Herrn Ralf-M. Ludwig und Thomas Fischer aus Berlin.

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Himmelfahrt 2017

30.05.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Nur wenige Tage nach dem Familienfest der Niederbarnimer Eisenbahn AG feierten wir unseren Saisonauftakt 2017. Am Himmelfahrtstag stand die 131.060 erneut unter Dampf. Traditionell wurde mit zwei Umläufen die Stammstrecke der Heidekrautbahn befahren. Etwas gewöhnungsbedürftig war dieses Mal die Zugzusammenstellung. So fehlte unser beliebter roter Buffetwagen, der leider nicht mehr zum letztmöglichen Abnahmetermin fertig gestellt werden konnte. Die Rangierdiesellok MB 200N mußte leider etwas “unfotogen” im Zug eingestellt werden, sie wurde zum Umrangieren im Anschluß bei Stadler benötigt.

Nicht vorenthalten wollen wir die Fotos, die an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein entstanden sind. Herzlichen Dank an Herrn Thomas Fischer aus Berlin!

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Werkstatt-Report

21.05.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

In den Nachmittagsstunden des 20. Mai traf der VT95 9396 und VB 142 307 aus dem Netinera Instandhaltungswerk Neustrelitz kommend wieder in Basdorf ein. Im Werk wurden dem VT neue Primär-Federn von Bischoff, Stassfurt, verpasst. Alle übrigen Teile des Laufwerks und der Fahrzeugaufhängung wurden nach der Demontage entsprechend geprüft. Die Radsätze wurden neu profiliert, sowie die Achslager erneuert. Schließlich wurde das Fahrzeug passend zur Hauptfederung neu eingestellt und einer Bremsuntersuchung mit Erneuerung der Hauptluftbehälter unterzogen. Bis zur abschließenden Vorstellung zur Abnahme des VT sollen noch die Schleifstücke der Magnetschienenbremse erneuert werden.

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Bereits im letzten Jahr wurden in Basdorf alle bremssteuernden Teile gegen im DB-Werk Fulda aufgearbeitete getauscht. Ebenso wurden die Bremszylinder erneuert, der Motor überarbeitet, die drehelastische Kupplung zwischen Motor und Getriebe erneuert und Arbeiten an der Elektroanlage durchgeführt. Der Beiwagen erhielt bei seinem Aufenthalt in Neustrelitz kurz vor dem Ende seiner regulären Frist ebenfalls eine Laufwerksuntersuchung und Radsatzüberarbeitung.

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Leider stocken die Arbeiten am sich in Hauptuntersuchung befindlichen Reko-Dreiachser 352-366, unserem Wagen 30. Einige Sorgen bereitet uns der mittlere Radsatz. Hier wurde ein Riss in einer Radscheibe festgestellt. Ein vorhandener Reserveradsatz befindet sich schon zur Untersuchung in einer entsprechenden Fachwerkstatt.




Osterfeuerfahrt 2017

21.04.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Traditionell haben wir mit einem ausgebuchten Sonderzug zum Osterfeuer in Basdorf am Ostersonnabend unsere diesjährige Saison eröffnet.  Die Gastdampflok 131.060 zog einen Zug aus 5 Reisezugwagen. Unsere Diesellok MB 200N half beim Rangieren. Unsere Schienenbusgarnitur und drei Reisezugwagen befinden sich gerade in Hauptuntersuchung in Neustrelitz, Hennigsdorf und Basdorf und standen daher nicht zur Verfügung. Wie prognostiziert verzogen sich am späten Nachmittag die Regenwolken, so daß unsere über 200 Fahrgäste die Fahrt und das Osterfeuer bei sonnig heiterem Himmel genießen konnten.

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Bei Ankunft des Zuges wurde das Osterfeuer entzündet. Über einen separaten Eingang, ohne Wartezeit, konnten unsere Fahrgäste das Festgelände betreten und das riesige Feuer beobachten. Für weitere Unterhaltung wurde mit Live-Musik und Schaustellerbuden gesorgt. Nach dem Höhenfeuerwerk machten sich die Teilnehmer auf den rund 10 minütigen Rückweg zum Bahnhof Basdorf und fuhren in den geheizten historischen Personenwagen durch den nächtlichen Naturpark Barnim zurück nach Berlin. Pünktlich wurde der Haltepunkt Wilhelmsruher Damm erreicht.

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Trotz der Hauptuntersuchung unseres Buffetwagens mußten unsere Fahrgäste nicht auf warme Würstchen und kühle Getränke während der Fahrt verzichten. Wir hatten in unserem Packwagen einen kleinen Getränkestand eingerichtet, der aufgrund der kühlen Witterung auch Glühwein im Angebot hatte.




BEF-Donnerbüchsen unterwegs im Wippertal

12.04.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Wie schon angekündigt, eröffnete die Mansfelder Bergwerksbahn e.V. ihre Fahrsaison 2017 am 8. und 9. April. Dazu wurden neben der 52 1360 aus Vienenburg und der 298 135 des Eisenbahnverkehrsdienstleisters Lok-Ost, drei unserer Donnerbüchsen auf der regelspurigen Strecke Klostermansfeld – Wippra eingesetzt. Am Freitag zuvor fand die Überführung der Wagen von Basdorf über den östlichen Berliner Außenring, Schönefeld, Beelitz, Bad Belzig, Roßlau, Dessau, Köthen, Bernburg und Güsten nach Klostermansfeld mit der 298 135 statt. An beiden Tagen erfreuten sich zahlreiche Fahrgäste nicht nur an der Dampflokromantik, sonder auch an den Donnerbüchsen und genossen die Fahrt durch das Wippertal. Spielte das Wetter zunächst am Sonnabend nicht mit, so wurden am Sonntag frühlingshafte Temperaturen erreicht. Abschließend ein paar Eindrücke vom Einsatz unserer Wagen, der für uns nicht alltäglich ist. Sicherlich wird das nicht der letzte Einsatz auf dieser Strecke gewesen sein.

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Endspurt Umgestaltung Wagen 6

07.04.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Der Umbau des 3. Klasse-Abteils des Wagen 6 geht seinem Ende entgegen. Inzwischen wurde mit dem Einbau der Sitzgestelle und der ersten Sitzpolster begonnen. Bis zum ersten Einsatz des Wagen am Ostersonnabend bleiben nur noch wenige Tage.

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Am letzten Sonnabend konnte die Umgestaltung des 3.-Klasse-Abteils im Großen und Ganzen abgeschlossen werden. Nur noch kleine Restarbeiten stehen an. So muß noch die ein oder andere Deckleiste neugefertigt bzw. angepasst werden. Provisorisch wurden original belassene Gepäckraufen eingebaut, um unseren Fahrgästen Ablagemöglichkeiten zu bieten, bis die aufgearbeiteten Teile bei uns eintreffen.

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Aktueller Stand der Hauptuntersuchungen

17.03.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Seit dem 2. März weilt unser Schienenbus VT 95 9396 im Netinera Instandsetzungswerk Neustrelitz zum Radsatz- und Tragfederntausch. Zusätzlich werden noch Arbeiten an der Bremsanlage des Triebwagen durchgeführt. Die neu angefertigten Tragfedern wurden im Beiwagen mit aufgeliefert. Ein Teil der Kollegen der “Diesel-Gruppe” nahm an der Überführungsfahrt von Basdorf nach Neustrelitz teil und konnte sich einen Überblick über das Werk Neustrelitz verschaffen. Bei den Fahrzeugwerken Miraustraße in Hennigsdorf läuft gegenwärtig noch die Hauptuntersuchung der Wagen 1 und 14.

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Die Hauptuntersuchung der Köf 4280 schreitet weiter voran. Die Revisionsarbeiten an den Zugeinrichtungen konnten abgeschlossen werden und wurden mit Reinigungsarbeiten im Lokrahmen fortgeführt. Inzwischen wurde der Hauptluftbehälter durch einen Prüfingenieur einer Wasserdruckprobe unterzogen. Hier gab es keinerlei Beanstandungen, somit kann der Behälter weiter eingesetzt werden. Nachdem die originalen Rangierkupplungen aufgearbeitet wurden, fanden diese wieder ihren angestammten Platz an der Lokomotive. Eine Abnahme der Kupplungen steht noch aus.

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Im Wagen 6 wurde die Umgestaltung des 3.-Klasse-Abteils fortgeführt. Nachdem die Wände und Decken geschliffen wurden, konnten diese grundiert werden. Ein erster Anstrich der Decke in cremeweiß ist schon erfolgt. Die Sitzgestelle für die bundesbahntypischen braunen Kunstledersitze wurden ebenfalls schon farblich behandelt. In den nächsten Tagen werden die Gepäckraufen gesandstrahlt und grundiert. Abschließend erhalten diese wieder ihren gold-gelben Anstrich.

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Donnerbüchsen unterwegs

15.03.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Wer mal einige unserer Donnerbüchsen auf einer landschaftlich reizvollen Strecke erleben möchte, dem sei ein Besuch der Wippertalbahn Klostermansfeld – Wippra in Sachsen-Anhalt ans Herz gelegt. Am 8. und 9. April eröffnet die Mansfelder Bergwerksbahn ihre Saison 2017 und hat dazu drei Wagen bei uns gemietet. Eins gleich vorneweg, eine Mitfahrt von Basdorf nach Klostermansfeld ist leider nicht möglich. Weitere Informationen gibt’s auf der Seite der Bergwerksbahn:

 

Zur Bergwerksbahn einfach auf’s Bild klicken!

MBB Eröffnung




Sommerfahrplan 2017

07.03.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Ab sofort steht unser Sommerfahrplan 2017 zum Download bereit. In den nächsten Tagen erwarten wir auch die Lieferung von der Druckerei. Sie erhalten unseren Flyer an den bekannten Auslagestellen wie z.B. dem Heidekrautbahnmuseum in Basdorf, der Touristinformation Wandlitz, der Nähmaschinen- und Fahrradwerkstatt in Schildow oder auch in Berlin bei Modellbahnen am Mierendorffplatz, der Touristinfo am U-Bhf. Tegel und am Info-Point im Märkischen Zentrum.

Am 22. und 23. April sind wir auch wieder beim Frühlingsfest im Bw-Schöneweide der Dampflokfreunde Berlin e.V. mit unserem Infostand vertreten.

 

Sommerfahrplan 2017

Unser Sommerfahrplan 2017




Werkstatt-Report

24.02.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Es tut sich viel in den Werkstätten. Nicht nur im Heidekrautbahnmuseum in Basdorf, sondern auch bei den Fahrzeugwerken Miraustraße in Hennigsdorf. Gut voran gehen dort die Hauptuntersuchungen unserer Wagen 1 und 14. Inzwischen sind die Wagen dort ausgeachst und die Radsätze konnten zur weiteren Bearbeitung zur Firma Wisag nach Brieske verbracht werden.

2017_02 Wagen 1 bei FWM2017_02 Wagen 14 bei FWM

Ebenso wurde in Basdorf der Reko-Dreiachser 352-366, unser Wagen 30, ausgeachst. Neben einer Überholung der drei Gleitlagerachsen steht auch hier eine Aufarbeitung der Wagenfedern an. Nach Wiederkehr der Radsätze und der Federn, kann der Wagen wieder eingeachst werden. Dabei wird der Wagen mit der Hubanlage schritt für Schritt langsam wieder auf seine Achsen mit den aufgesattelten Federn abgesenkt. Zu der Hauptuntersuchung gehört noch die bremstechnische Untersuchung sowie eine Neulackierung des Wagenkastens.

2017_02 Wagen 30 ausgeachst_012017_02 Wagen 30 ausgeachst_02

Zusätzlich bekommt die Köf 4280 ebenfalls eine Hauptuntersuchung. Erste Arbeiten wurden hier schon durchgeführt, so wurden als erstes die Zug- und Stoßeinrichtungen vermessen. Wir wollen die Köf nicht im Streckendienst sondern im leichten Rangierdienst in unserem Bw-Bereich einsetzen während die Rangierdiesellok MB 200N eine Hauptuntersuchung bekommen soll.

2017_02 HU Köf II_012017_02 HU Köf II_02

Im Dampflokschuppen ändert sich zur Zeit das Aussehen des 3. Klasseabteils unsres Wagen 6. Bislang mit Holzlattenbänken der Berliner S-Bahn und DR-Gepäckablagen ausgerüstet, wird sich dieser in Zukunft im Stile der Deutschen Bundesbahn der 1950er Jahre zeigen: bequeme Kunstledersitze und große Gepäckträger werden das Erscheinungsbild ändern. Zugleich erfährt die Dampfheizungsanlage noch einige Verbesserungen. Das Abteil der 2. Wagenklasse zeigt sich schon seit einigen Jahren im Stile der noch jungen Bundesbahn. Und nicht zuletzt finden natürlich auch Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Dampflok 131.060 statt. Federführend ist hier natürlich der Eigentümer, der sich auf die Unterstützung der BEF-Kollegen verlassen kann.




Hauptuntersuchungen 2017 – los geht’s

10.01.2017 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 9. Januar fand eine Überführungsfahrt unseres Buffetwagen und des intern als Wagen 14 gekennzeichneten Bi 340-430 von Basdorf nach Hennigsdorf statt. Erstmalig werden wir die Arbeiten bei den dort ansässigen Fahrzeugwerken Miraustraße durchführen lassen. Eine Fremdvergabe wurde aufgrund der Häufung der fälligen Hauptuntersuchungen notwendig. Wir rechnen mit einer Fertigstellung in den nächsten zwei bis drei Monaten.

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Bei beiden Wagen laufen die Untersuchungsfristen am 15.1.2017 ab, daher wurde innerhalb weniger Tage die Überführung organisiert. Leider entfiel die angedachte Mitnahme der Wagen bei einer der zahlreichen Überführungsfahrten von Stadler(Wilhelmsruh) nach Stadler(Velten). Die Fahrten werden seit einiger Zeit mit Erlaubnis des EBA ohne Schutzwagen ausgeführt. Somit mußte eine Sonderüberführung durchgeführt werden. Leider verfügen wir über kein Fahrzeug, welches diese Überführung durchführen darf. An dieser Stelle bedanken wir uns für die Schnelligkeit, den guten Service und das finanzielle Entgegenkommen der hvle.

Die Befahrung des Werksgeländes des Stahlwerkes Hennigsdorf, die FWM ist dort eine Nebenanschlußbahn, war ein besonderes Erlebnis. Wobei vor der Wende die Anlagen noch deutlich größer waren. Rund die Hälfte der Gebäude sind inzwischen abgerissen und einem Industriegebiet gewichen bzw. warten noch auf eine Nachnutzung.

Neben den beiden Wagen sollen in diesem Jahr in Basdorf der Wagen 30 (B3g), der Schienenbus VT95 und die Rangierdiesellok MB 200N hauptuntersucht werden. Bei Vorarbeiten wurde an der MB 200N festgestellt, daß einige Arbeiten nur durch Fachfirmen mit Spezialwerkzeugen durchgeführt werden können. Zusätzlich müssen einige Ersatzteile nachgefertigt werden, wobei dies nur möglich ist, wenn die Originalteile ausgebaut sind. Um jedoch in dieser Zeit im Bereich des Bahnbetriebswerks notwendige Rangierarbeiten durchführen zu können, soll die Kleinlokomotive Köf II wieder reaktiviert werden und ebenfalls eine Hauptuntersuchung erhalten.

Über Spenden zu unseren Hauptuntersuchungsprojekten würden wir uns sehr freuen!

Unsere Kontoverbindung lautet: Berliner Eisenbahnfreunde e.V. IBAN: DE53 1001 0010 0001 0051 00




Nikolausfahrten 2016

07.12.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am ersten und zweiten Adventswochenende fanden wieder die beliebten Nikolausfahrten auf der Heidekrautbahn statt. In diesem Jahr wurde erstmalig der Weihnachtsmarkt in Schildow angesteuert. Drei Zugpaare verkehrten von Berlin-Wilhelmsruher Damm bis Schönwalde um dann auf dem Rückweg dem Schildower Weihnachtsmarkt einen Besuch abstatten zu können. Der Nikolaus war natürlich schon dabei und verteilte seine süßen Gaben an die jüngsten Fahrgäste. Am ersten Advent ging es dann mit dem Glühweinexpress zum Bauernmarkt nach Schmachtenhagen, wobei sich jedoch die Landschaft noch nicht winterlich zeigte. Dies änderte sich dann am zweiten Adventswochenende. Mit Raureif überzogene Wiesen und Felder ließen schon etwas Winterstimmung aufkommen. Das Ziel dieser Fahrten war das Heidekrautbahnmuseum im Bahnbetriebswerk Basdorf.

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Nikolausfahrten 2016_01

Aus geheimen Archiven wurde uns ein Bild vorgelegt, das die Dampflok 131.060 bei Nikolausfahrten zeigt. Vermutlich ist die Aufnahme Anfang der 1940er Jahre entstanden. Über den Aufnahmeort können wir nur mutmaßen, es könnte sich sogar um Schildow an der Heidekrautbahn handeln…

Nikolausfahrten 2016_06




Adieu Schlaf- und Garagenwagen

23.11.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Auch das gehört zum Leben einer jeden Museumsbahn: nicht nur Fahrzeuge werden gekauft und vor dem Verschrotten gerettet, sondern bei sich ändernden Konzepten oder Möglichkeiten zur Aufarbeitung dann auch wieder verkauft. Im Rahmen einer solchen Sammlungsbereinigung hatten wir uns entschlossen, den Garagenwagen und den Mitropa-Schlafwagen zu verkaufen. Beide Wagen haben ein neues Zuhause gefunden und gelangten in die Sammlung des bekannten Boogie-Woogie-Pianisten und Eisenbahnfotografen Axel Zwingenberger. Am 18. November war es soweit und die beiden Wagen wurden in seinem Beisein durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen LOCON abgeholt. In den nächsten Jahren sollen die Fahrzeuge wieder aufgearbeitet werden.

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Der Garagenwagen diente in den Stabszügen der NVA als PKW-Transportwagen. 1954 entstand beim VEB Waggonbau Niesky aus einem Güterwagen der Gattung GGrhs 15 der Garagenwagen. Zwei Schiebetüren wurden entfernt und die Stirnseiten des Wagens mit Türen versehen. Danach war es möglich, an Kopframpen den Wagen zu befahren und im Bereich der seitlichen Schiebetüren wieder zu verlassen. Der Wagen wurde von uns im Jahre 1990 von der sich in Auflösung befindlichen NVA erworben und fortan als Lager genutzt.

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1993 erreichte uns ein Schlafwagen der Bauart WLAB, der als Übernachtungsmöglichkeit für Vereinsmitglieder angeschafft wurde. Dieses Konzept sollte auch in Basdorf weiter verfolgt werden, leider wurde der Wagen mehrmals von Vandalen heimgesucht. Um den Wagen nicht verfallen zu lassen, hatten wir uns entschlossen, den Wagen ebenfalls zu veräußern. Der Wagen stammt aus dem Jahre 1962, ursprünglich war der Wagen blau lackiert und wurde im Touristenexpress der Deutschen Reichsbahn eingesetzt. Ausgestattet ist der Wagen mit zehn Schlafabteilen und einem Dienstabteil, an jedem Wagenende befindet sich eine Toilette.

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Noch ein Nachtrag: unser Esso-Kesselwagen hat uns in Richtung Gera verlassen. In seinem neuen Zuhause soll er zunächst optisch wieder hergerichtet werden. Der Kesselwagen ist Baujahr 1941 und wurde kriegsbedingt in Leichtbauweise hergestellt. Dies sogar schon als Schweißkonstruktion, der Kessel dient dabei als tragendes Element. Dieses damals in Kriegszeiten entwickelte Bauprinzip wird heute noch im Kesselwagenbau angewendet. 1982 erhielten wir den Wagen von den inzwischen nicht mehr existenten Volta-Werken in Berlin-Hermsdorf.

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Für die Bereitstellung der Fotos danken wir Herrn Thomas Fischer, Berlin.




Zwei- und vier Takte auf zwei und vier Rädern

01.11.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am letzten Oktoberwochenende besuchten uns gleich zwei Oldtimerclubs um bei schönstem Herbstwetter die Saison zu beenden. Es besuchten uns die Motorrad-Veteranen-Gemeinschaft Berlin und der Wartburgclub Berlin-Brandenburg e.V. In mehrere Gruppen aufgeteilt ließen sich die insgesamt fast 60 Teilnehmer durch die Werkstätten und Fahrzeughallen führen. An diesem Tag fanden für dieses Jahr ebenfalls letztmalig die Besucherführungen statt. Ab Anfang April 2017 können Sie wieder jeden Sonnabend ab 11 Uhr an den Führungen teilnehmen. Wer uns gerne mit einer Gruppe besuchen möchte, meldet sich bitte vorher über unser Kontaktformular an.

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Hamsterfahrt zum Bauernmarkt

07.10.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 2. Oktober 2016 führten die Berliner Eisenbahnfreunde eine Dampfzugfahrt von Berlin-Reinickendorf zum Oberhavel-Bauernmarkt in Schmachtenhagen durch. Die Fahrt war schon seit der ersten Septemberwoche ausverkauft. Dank des unermüdlichen Einsatzes einiger Kollegen aus der Wagenwerkstatt wurde es dann möglich, fällige Arbeiten an der Bremsanlage an unserem Wagen 3 fertigzustellen und drei Tage vor der Fahrt durch einen Vertreter der zuständigen Eisenbahnaufsichtsbehörde abnehmen zu lassen. Diesen Wagen gaben wir dann umgehend zur Buchung frei und konnten so weiteren 56 Fahrgästen einen Sitzplatz anbieten.
Schon bei der Einfahrt unseres leeren Zuges standen die Fahrgäste bereits eine halbe Stunde vor Abfahrt nahezu vollzählig am Haltepunkt Berlin-Wilhelmsruher Damm.

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Geduldig stellten sich die vorab gebuchten Gäste bei unseren Schaffnern an, um ihre reservierten Plätze zu erfragen und bestiegen dann nach Erhalt der Platzmarken den Zug. Nebenbei konnten auch noch weitere Interessierte, die spontan mitfahren wollten, mit Sitzplätzen versorgt werden.

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Bei schönstem Wetter ging es dann los. Gemächlich setzte sich unser langer, aus 8 Wagen bestehender Zug, mit der Dampflok 131.060 an der Spitze in Bewegung. Dieses heutzutage nicht alltägliche beeindruckende Schauspiel wurde von unzähligen Foto- und Videofreunden dokumentiert.  Viele Fragen gab es zu der am anderen Zugende mitlaufenden Diesellok. Wir ändern sowohl am Wilhelmsruher Damm als auch in Schmachtenhagen unsere Fahrtrichtung. An beiden Haltepunkten steht kein Ausweichgleis zum Umsetzen einer Lokomotive zur Verfügung, so dass unser Zug an jedem Ende eine Lok benötigt.

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Nachdem wir auch in Schildow weitere Fahrgäste aufgenommen hatten, erreichten wir nach einer Fahrt auf der alten Stammstrecke der Heidekrautbahn planmäßig Basdorf.

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Spätestens dort wurde unser Zug zum Hamsterzug (die älteren Fahrgäste konnten sich noch gut an die überfüllten Züge aus Berlin ins Umland in der Nachkriegszeit erinnern). Viele weitere Fahrgäste bestiegen in Basdorf den Zug, um einen Nachmittag auf dem Bauernmarkt zu verbringen. Zwar begann es nach der Ausfahrt zu regnen, Schmachtenhagen erreichten wir dann aber wieder trockenen Gleises.

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Nach Ausstieg der Fahrgäste rollten wir dann planmäßig nach Basdorf zurück, um Personal und Maschinen  eine wohlverdiente  Mittagspause zu gönnen. Pünktlich zur Rückfahrt standen wir dann wieder in Schmachtenhagen am Bahnsteig, um nach dem Einsteigen über Basdorf und Schildow zurück zum Wilhelmsruher Damm zu fahren.

Wir bedanken uns bei allen Fahrgästen, der Mannschaft der 131.060 sowie allen Vereinskollegen, die durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu dieser gelungenen Fahrt beigetragen haben.

Die Bilder wurden uns freundlicherweise von A. Grodd, A. Renkewitz, und R. Ludwig überlassen




Aus Berlin 83 397 wird Breslau 83 397

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Kennzeichnend für unsere sogenannten “Adlerwagen” ist die Epoche von 1920 bis 1937. Innerhalb dieser Zeit erfolgten mehrere Änderungen der Anschriften an den Wagen. Ab 1937 war der DRG-Adler bei Untersuchungen/Neulackierungen zu entfernen, weil die Naziregierung verordnet hatte, dass die Reichsbahn kein Unternehmen sei (wozu man es in der Weimarer Republik gemacht hatte, damit kein Reparationszugriff darauf erfolgen sollte), sondern Teil des Staatsapparates.

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Folglich prangte statt dessen der Reichsadler an den Seitenwänden und die Wagennummer rückte als Überschrift in den Anschriftenspiegel in der Seitenwandebene. Den Nazi-Adler wollen wir definitiv nicht, daher sprechen wir uns dafür aus, Anschriften nach dem Stand von 1934 anzubringen. Dies beinhaltet alle Änderungen von 1930, was gegenüber 1923 auch die neuen Wagennummern betrifft: neuer Nummernplan, Trennung von Nummer und Direktion durch einen waagerechten Strich.

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Das bedeutet auch, dass die im Jahre 1928 geschehene faktische Abschaffung der vierten Klasse sich auch an unserem Wagen 3 widerspiegeln muss. Auch wenn die 4. Klasse sich weiterhin bei der Inneneinrichtung einer Wagenhälfte wiederfindet, so wird außen die 3. Klasse angeschrieben sein. Der Verbleib der Bretterbänke war damals durch das Nebenzeichen “d” und die Doppelung des Hauptgattungszeichens dokumentiert. Diese wurde erst ab 1937 und dann auch erst bei Untersuchungen bzw. Anstrichauffrischungen/Neuanstrich in Wegfall gebracht. Somit dokumentieren wir die Zweiklassigkeit weiterhin, was sonst auch zu einer Änderung der vorgeschriebenen NVR-Nummer hätte führen müssen.

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Wir haben aber auch Änderungen an und in unseren Wagen, die nicht zwingend der DRG-Epoche zuzuordnen sind (Nietenwegfall bei geschweißten Seitenwänden, Inneneinrichtung ohne zeitbezogenes Konzept, Hartbelag-Fußboden, Lautsprecherübertragung etc.).Das sind die Kompromisse, mit denen wir genauso leben müssen, wie damit, dass für die DRG-Epoche wir auch das falsche Wagen-Grün als Farbton haben (RAL 6007, Flaschengrün, anstelle RAL 6008, Braungrün).Das Flaschengrün kam erst ab 1943 und wurde bei der Nachkriegs-DR und der DR der DDR bis Ende 50er Jahre/Anfang 60er Jahre beibehalten, bei der DB mit Einführung des DB-Kekses von Prof. Égé, Kassel, und der Umlackierung auf Chromoxidgrün, RAL 6020, abgelöst. Sei es drum, wir müssen mit dem “vorzeitigen” Flaschengrün leben.

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Weiterhin wird auch die angeschriebene Direktionsbezeichnung geändert, die 1986 bei der Aufarbeitung des Wagen angeschrieben wurde. Die im kalten Krieg untunliche Verwendung einer Direktionsbezeichnung, deren Dienstorte nach 1945 aufgrund der Vereinbarungen von Teheran, Jalta und Potsdam örtlich in einem anderen Staat zu liegen kam, wird heute nicht mehr als kritisch gesehen. Von daher wurde die für diesen Wagen historisch unstimmige Bezeichnung “Berlin 83 397″ in “Breslau 83 397″ geändert, so wie es in der originalen Wagenkarte verzeichnet ist. Insgesamt ist auch die neue Anschrift ein Kompromiss, aber näher am historischen Vorbild.




Mit dem VT95 zum Eisenbahnfest nach Schöneweide – ein Fahrtbericht

23.09.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Bahnhof Basdorf, 18. September 2016, 10:24 Uhr: Pünktlich auf die Minute setzte sich VT 95 9396 an Gleis 2 in Bewegung. Bei schönstem Spätsommerwetter war bereits ein großer Teil der Fahrgäste mit im Zug, um den typischen Sound des Triebwagens auf möglichst langer Stecke genießen zu können.
Bei der Einfahrt in den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen wurden wir schon von weiteren Fahrgästen begrüßt, die es kaum erwarten konnten, ihre vorgebuchten Plätze einzunehmen. Unser Triebwagen fuhr diesmal ohne Beiwagen, so dass das zeitaufwendige Umsetzen in Gesundbrunnen entfallen konnte. Unser Triebfahrzeugführer brauchte lediglich in den Führerstand auf der anderen Seite zu wechseln und nachdem die Schlußscheiben umgesteckt worden waren ging es auch schon los. Zunächst nördlich auf der bereits in Gegenrichtung befahrenen Strecke bis zum Karower Kreuz, wo wir dann in Richtung Hohenschönhausen abzweigten. In Lichtenberg ging dann ein Raunen durch den Triebwagen – gegenüber stand der Dampf-Sonderzug der Dampflokfreunde Berlin, der anlässlich des Eisenbahnfestes dreimal täglich als Sonderfahrt unterwegs war. Ohne Unterbrechung fuhren wir weiter über Ostkreuz, um dann in den Bahnhof Schöneweide einzufahren. Kurz darauf erreichten wir dann das Gelände des Bahnbetriebswerkes Berlin Schöneweide. Nachdem die Fahrgäste ausgestiegen waren, ging es zum Showdrehen auf die Drehscheibe, bevor wir dann auf ein Gleis direkt vor dem offenen Lokschuppen rollten. Viele Besucher des Eisenbahnfestes nutzten die Gelegenheit und besichtigten unseren Schienenbus. Ungezählte Fragen wurden von unseren Kollegen im Zug beantwortet. Große Augen gab es immer dann, wenn die Fahrgäste, speziell die Kinder, unsere umlegbaren Rücksitzlehnen entdeckten.

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Nach einer weiteren Runde auf der Drehscheibe am späten Nachmittag waren unsere Fahrgäste alle pünktlich wieder im Zug, so dass wir planmäßig die Rückreise antreten konnten. Allerdings stand dann kurz nach dem Bahnhof Schöneweide das Signal auf Halt, nichts ging mehr. Wegen technischen Störungen im Bereich Ostkreuz war die Strecke vorerst gesperrt. Einige Minuten vergingen auf offener Strecke, bis unser Triebfahrzeugführer per Funk einen neuen Fahrplan und einen Befehl erhalten hatte. Nachdem er kurz über einen Richtungswechsel informierte und wir unsere Schlußscheiben umsteckten, standen unsere Fahrgäste wie auf Kommando auf, klappten ihre Rückenlehnen um und setzten sich in Gegenrichtung wieder auf ihre Plätze. Zu unserem Glück waren wir solo unterwegs und hatten so die Möglichkeit, ohne weitere Verzögerungen für ein evtl. Umsetzen des VT in Gegenrichtung fahren zu können. Zurück über Schöneweide und dann über Wendenheide, Eichgestell, am aufgelassenen Verschiebebahnhof Wuhlheide vorbei fuhren wir in nördlich Richtung, um dann über Hohenschönhausen und dem Karower Kreuz mit halbstündiger Verspätung in Gesundbrunnen einzulaufen. Unsere Fahrgäste nahmen den Umweg sowie die Verspätung mit Humor, immerhin konnten sie so die Fahrt etwas länger als gedacht genießen. Dank schnellem Ausstieg in Gesundbrunnen konnten wir umgehend Richtung Basdorf weiterfahren. Dort war dann die Freude der mitgefahrenen Fahrgäste groß, als unmittelbar nach dem Aussteigen die Dampflok 131.060 mit ihren Begleitwagen in den Bahnhof rollte. Sie war uns im Blockabstand gefolgt und wird die nächsten Wochen bei uns bleiben, um unsere Züge im Herbst und Advent auf der Heidekrautbahn zu ziehen,- sichern Sie sich schnell Ihre Fahrkarten!

Allen teilnehmenden Kollegen und Gästen dieser gelungenen Fahrt ein herzliches Dankeschön vom Schaffner!




Mit “Alfred” auf der Gramzower Museumsbahn

02.08.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Seit einigen Jahren bereichern die Kollegen der AG Märkische Kleinbahn Berlin (MKB) mit ihrer Motordraisine “Fridolin” das Bahnhofsfest im Eisenbahnmuseum Gramzow. Am letzten Juliwochenende fand das inzwischen 17. Bahnhofsfest statt. In diesem Jahr hat sich der Fahrbetrieb noch ein bißchen interessanter gestaltet. So war die MKB nicht nur mit ihren beiden Motordraisinen vertreten, auch unsere Bahnmeisterdraisine Klv 12-4341 “Alfred” kam zum Einsatz. Wie bereits berichtet, bekam “Alfred” im September letzten Jahres eine Hauptuntersuchung bei der MKB. Die Motordraisinen vom Typ Klv 12 wurden zusammen auf der Strecke zwischen Damme und dem Streckenende in Richtung Löcknitz eingesetzt. Klv ist die Abkürzung für Kleinwagen mit Verbrennungsmotor.

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Hier wird dem Kleinwagenführer während der Fahrt über die Schulter geschaut. Die Bedienung gleicht der eines Pkw, nur ist es etwas befremdlich, wenn kein Lenkrad vorhanden ist.

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Keine neue Disziplin bei den olympischen Spielen ist das Synchrondrehen von Bahnmeisterdraisinen. Die Draisinen verfügen über ein Viergang Schaltgetriebe mit einem Rückwärtsgang. Damit die Rückfahrt nicht im Rückwärtsgang stattfinden muß, kann die Draisine aufgebockt und gewendet werden.

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Für die Bereitstellung der Fotos bedanken wir uns bei Markus Hellwig.




Motorreparatur VT 95 9396 und aktuelles von der Wagen-HU

19.07.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Beim VT 95 9396 hatte sich wie schon berichtet, ein Schaden am Motor herausgestellt. Eine Kopfdichtung war durchgeblasen. Zugleich wurde der zugehörige Zylinderkopf ausgetauscht. Vorteilhaft war dabei, bereits früher eingekaufte Dichtungssätze vorrätig gehabt zu haben. Gut zu erkennen sind die Verbrennungsrückstände an den Ventilen und an den Einspritzdüsen, die sich im Betrieb abgelagert haben. Der in den Schienenomnibussen der Baureihe VT95 eingesetzte Motor ist ein Sechszylinder Dieselmotor vom Typ U10 des Herstellers Büssing. Bei einer Drehzahl von 1900 Umdrehungen pro Minute leistet der Vorkammermotor 150 PS.

Zylinderkopf VT_01Zylinderkopf VT_02

Motorblock VT_01Motorblock VT_02

Zylinderkopf VT_03Zylinderkopf VT_04

Die Arbeiten zur Hauptuntersuchung unseres Wagens 3 werden fortgeführt. Die Zug- und Stoßeinrichtung wurde geprüft und vermessen. Zur Prüfung des Zughakens gehört u.a. eine sorgfältige Reinigung und Entfettung sowie das anschließende Farbeindringverfahren (Rot-Weiß-Probe). Dabei wird ein intensiv-roter Spezialfarbstoff aufgesprüht und nach einer Einwirkzeit abgewischt. Danach wird ein sogenannter Entwickler aufgesprüht. Sollte es Oberflächenrisse geben, würden sich diese in der weißen Schicht des Entwicklers auffällig markieren.

Eindringverfahren Zughaken Wagen 3

Beide Zughaken waren ohne Schadbefund, leichte rosa Schatten sind normal, punktuelle Anzeigen wurden nachgeprüft.
Die geprüften Teile wurden anschließend montiert.

Kopfträger Zugeinrichtung fertig montiert

Die ausgebauten Teile des Bremsgestänges wurden vermessen und mit Maßen und Einbaustelle markiert. Nach erstem Eintrag der Werte in einer Gegenüberstellungsliste kann der Bedarf nach Bearbeitung/Neufertigung von Bolzen/Buchsen beurteilt werden.

Sortieren Hängeeisen

Inzwischen wurden auch die zur Instandsetzung beauftragten Radsätze und Blattfedern fertig zurückgeliefert.

FedernRadsatz

Im Wagen 9, unser “Nebenbeiprojekt”, gehen kleine Arbeiten weiter. Die Fensterbankleisten wurden in einer Schlosserei gefertigt und zur Passprobe aufgelegt. Ein größeres Problem stellen die vielfältigen und völlig unterschiedlichen Alt-Farbschichten dar. Sie geben zwar wertvolle Information über frühere Ausstattungen, müssen jedoch soweit beseitigt werden, dass ein vollständiger Farbneuaufbau möglich ist, ohne, dass dabei verbliebene Reste wieder hochkommen. Zudem sollen Profilierungen der Verplankung nicht beschädigt werden. Momentaner Gewinner einer Probe ist eine rotierende Nylonbürste. Der Rest ist eine Frage von Fläche und Zeit…

FensterbankleisteEntlackung

 




Neues aus den Werkstätten

22.06.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen der Hauptuntersuchung wurde am Schienenbus VT95 9396 die drehelastische Kupplung, zwischen Abtrieb des Motors und Eingang Schaltgetriebe auch Boge-Kupplung genannt, ausgetauscht. Inzwischen ist es nicht mehr ganz so einfach, für das über 60 Jahre alte Fahrzeug passende Ersatzteile zu beschaffen. Entweder werden bei den entsprechenden Ersatzteilhändlern keine Einzelstücke verkauft und es müssten größere Posten abgenommen werden oder die Teile sind schlicht nicht mehr im Lieferprogramm gelistet. Nach längerer Suche wurden wir dann auf der Insel fündig, eine Firma aus Großbritannien fertigt die Kupplungen noch neu und somit konnten wir keine alte Lagerware beziehen. Die Qualität der Kupplung entspricht der Erstausrüsterqualität.

Drehelastische Kupplung VT95

Auch in den nächsten Wochen stehen noch umfangreiche Arbeiten am Motor des Triebwagen an. Dabei ist es erforderlich, einen Zylinderkopf auszutauschen. Beim Motor des VT 95, dem Büssing-U10, hat nicht jeder Zylinder einen eigenen Kopf, sondern es sind immer zwei Zylinder unter einem Kopf. Ein überholtes altbrauchbares Ersatzteil konnte schon beschafft werden.

Weiter ging es auch mit dem Nebenbeiprojekt, Wagen 9, bei dem es immer wieder kleine Arbeitsfortschritte gibt. Nun konnten die provisorischen Deckenverspannungen durch Deckenqueranker ersetzt werden, die auch später bei der Innenausstattung helfen werden.

Deckenqueranker Wagen 9_01Deckenqueranker Wagen 9_02

Die Queranker bestehen jeweils aus einem Dickwandrohr und den beiden Spannkloben. Die Spannkloben sind mit den historisch in der Halbrund-Decke erhaltenen Ankern aus Bandeisen verschraubt. Während in einem der Spannkloben das Rohrgewinde eingearbeitet ist, mit dem der Spann-Vortrieb erfolgt, ist der gegenüber liegende Spannkloben als Gegenhaltung ausgebildet, in der sich das Rohr mit einer Endscheibe drehen kann. Die auf dem Rohr zwischen den Spannkloben aufgesteckten Rohr-T-Stücke werden später als obere Gegenhalter für die seitlichen Anker der Abteil-Rückenwände gebraucht; zur Zeit sind sie noch lose verschiebbar. Insgesamt gibt es drei dieser Queranker im Wagen.
Als weitere Bauteile konnten Lüftungsschieber nach Muster beschädigter Altteile nachgefertigt werden. Anders als in den Durchgangswagen der Einheits- und Austauschbauart, hat der Wagen 9 als in preußischer Zeit und nach damaligen Baugrundsätzen gefertigter Wagen Oberlichtaufsätze, in denen die Lüftungsvorrichtungen angeordnet sind. Mit den Schiebern aus Sperrholz in einem Rahmen konnte über Betätigungsstangen zu Luftzufuhr geregelt werden.
Lüftungsschieber geschlossen Wagen 9Lüftungsschieber offen Wagen 9
Im Bereich der Wagenunterhaltung steht die Hauptuntersuchung von Wagen 3 an. Gegenwärtig sind schon viele Teile der Bremsanlage demontiert und gereinigt. Ebenso werden die Tragfedern und die Radsätze getauscht. Wir erwarten in den nächsten Tagen die Rückkehr der Tragfedern von der Aufarbeitung in einem zertifizierten Fachbetrieb zurück. Wir wollen den Wagen wieder zu den Fahrten im Oktober einsetzen.

Fahrweksteile Wagen 3




Frühlingsdampf auf der Heidekrautbahn

09.05.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am Himmelfahrtstag war es soweit: erstmalig zog die 131.060 bei frühlingshaften Temperaturen den Museumszug über die Heidekrautbahn. Bislang war ihr das nur zu den Nikolausfahrten im Advent vergönnt. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und so waren die beiden Zugumläufe voll ausgebucht. Spontan angereiste Fahrgäste konnten im frisch hauptuntersuchten Wagen 7 mitgenommen werden. Dankenswerter Weise hat sich Thomas Fischer an die Strecke begeben und den Zug abgelichtet.

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Für die beiden nachstehenden Bilder bedanken wir uns bei Herrn Andreas Renkewitz:

131-060 Richtung Basdorf hinter Mühlenbeck131-060 Richtung Basdorf bei Blankenfelde




Hauptuntersuchung Wagen 7 abgeschlossen

04.05.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Die Hauptuntersuchung von Wagen 7 wurde abgeschlossen und von der Aufsichtsbehörde abgenommen. Somit kann der Wagen am morgigen Himmelfahrtstag wieder eingesetzt werden und es stehen weitere 56 Sitzplätze für die beiden Fahrten zur Verfügung. Wer also noch kurzentschlossen mitfahren möchte, der kann direkt beim Zugpersonal seine Fahrkarten am Wilhelmsruher Damm kaufen.




Hauptuntersuchung Wagen 7

29.04.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Mit dem Jahresende 2014 liefen die Untersuchungsfristen unseres Wagen 7 ab. Um den Wagen wieder einsetzen zu können, bedarf es einer Hauptuntersuchung. Dazu wurde das Bremsgestänge zerlegt, alle Einzelteile gereinigt und vermessen. Abgenutzte Bolzen und Buchsen wurden ausgetauscht. Bremssteuernde Ventile wurden demontiert und in einer Fachwerkstatt der Deutschen Bahn AG überprüft. Ebenso wurden die beiden Radsätze zur Aufarbeitung geschickt. Aus organisatorischen Gründen bekommt der Wagen jetzt zwei Tauschradsätze. Auch die Tragfedern wurden von einem speziellen zertifizierten Betrieb überprüft und können wieder verwendet werden. Die Hauptuntersuchung erstreckt sich auf die Fahrwerkskomponenten sowie auf die Zug- und Stoßeinrichtung. Natürlich wird auch der Wagenkasten begutachtet und festgestellte Schäden dann umgehend beseitigt. So wurden an allen vier Einstiegen die unteren Trittstufen erneuert. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, kann nach erfolgter Abnahme durch die Eisenbahnaufsichtsbehörde des Landes Berlin der Wagen wieder eingesetzt werden.

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131.060 wieder eingetroffen

19.04.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

In diesem Jahr werden erstmalig die Dampfzüge am Himmelfahrtstag von der 131.060 bespannt. Während des diesjährigen Dresdner Dampfloktreffen war “unsere” Gastdampflok im Bw Dresden-Altstadt zu Gast. Anschließend ging die Rückfahrt nicht in ihr Heimat-Bw, sondern direkt von Dresden über Elsterwerda, Berlin-Schönefeld und dem Innenring nach Basdorf. Begleitet von 118 552-9, der letzten erhaltenen Regierungszug-Lok der DDR, traf 131.060 in den Nachmittagsstunden ein.

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Vielen Dank an Herrn Eric Schulze für das vorstehende Bild! Auch wir konnten die Überführung zwischen Schönhauser Allee und Bornholmer Straße beobachten.

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Ein wenig Reichsbahn-Flair herrschte im Bahnhof Basdorf.

 

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Während die 118 auf dem Ausziehgleis auf Ihre Weiterfahrt wartete, rangierte die Dampflok ihre Begleiterwagen in die für die Abstellung richtige Reihenfolge.

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310-719 ein Wagen der Oderbruchbahn

24.02.2016 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 17. August 1990 wurde mit dem Ministerium für Abrüstung und Verteidigung in der noch bestehenden DDR ein Kaufvertrag über den Wagen 310-719 abgeschlossen. Der Wagen hat eine wechselvolle Geschichte erlebt, die bei der Oderbruchbahn beginnt. Diese wurde am 3. Juni 1911 mit dem Streckenstück Fürstenwalde – Müncheberg eröffnet. Ab Juni 1912 war die Strecke dann durchgehend bis nach Wriezen befahrbar. Unser heutiger Wagen 9 gehörte zur Erstausstattung der Bahn und lief dort als “Wagen Ci Nr. 11″. Er wurde im Jahr 1911 bei der damaligen Aktiengesellschaft für Eisenbahnbedarf in Görlitz gebaut. Die Wagen der Oderbruchbahn stellten für ihre Zeit einen recht modernen Stand dar. So wurde auf die unkomfortable 4. Klasse verzichtet, die hellen Fahrgasträume erhielten ein einheitliches seitliches Fensterband und bequeme körpergerecht geformte Holzlattensitze. Anstelle der auf Nebenbahnen häufig üblichen Ofenheizung erhielt der Wagen eine Dampfheizung. Mit Hinblick auf die einfachen Infrastrukturen der Unterhaltung hatten die Wagen jedoch Petroleumbeleuchtung anstelle der häufig schon eingeführten Preßgasbeleuchtung. Die für preußische Kleinbahnen recht geringe Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h ließ den Einbau der rein mechanischen Görlitzer Gewichtsbremse anstelle der sonst auch für Nebenbahnwagen schon üblichen Druckluftbremse zu. Im Jahre 1937 erhielt der Wagen dann bei einer ersten Modernisierung die heute noch vorhandene einlösige Westinghouse-Bremse. Vermutlich im Jahre 1946 erhielt der Wagen die Nummer 3088 der Landesverkehrsdirektion Brandenburg-Berlin (LEBB).

Im Zuge der Verstaatlichung von Privatbahnen in der DDR 1949 gelangte der Wagen in den Bestand der Deutschen Reichsbahn. Fortan war er mit der Nummer 98 709 unterwegs. 1956 wurde er im Raw Gotha einer Generalreparatur unterzogen. Das Werk verließ er als 2.-Klasse-Wagen. Modernisierungen am Fahrwerk und an den Zug- und Stoßeinrichtungen ließen eine Höchstgeschwindigkeit von nunmehr 90 km/h zu. Zusätzlich erhielt der Wagen in diesem Zusammenhang eine elektrische Beleuchtungsanlage sowie ein Abort. Ab 1958 trug er die Nummer 310-719. Seinen Betriebsdienst versah er zum Schluss vom Heimatbahnhof Saalfeld aus. Am 4. Januar 1972 erfolgte seine Ausmusterung und die Abgabe an die Nationale Volksarmee der DDR. Über seinen Militärdienst bei der NVA in Strausberg ist leider nichts bekannt.

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In den Jahren nach dem Erwerb wurde der Wagenkasten bereits äußerlich aufgearbeitet. 1995 begannen erste Arbeiten im Wageninneren, jedoch fehlten für die Fertigung der Wageneinrichtung noch Unterlagen. Mit dem Umzug von Berlin-Reinickendorf nach Basdorf endeten die Arbeiten. Das Projekt wurde aber nicht aufgegeben und so sammelten sich doch etliche brauchbare Teile und auch entsprechende Zeichnungen an.

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Als “Nebenbei”-Projekt wird seit geraumer Zeit das Wageninnere fertig gestellt. Als erste Maßnahme wurde die schon zu Zeiten seines NVA-Dienstes unsachgemäß entfernte Trennwand wieder hergestellt. Um die verbliebenen Reste demontieren zu können mußte der Wagenkasten verspannt werden. Nach dem Einbau der Abteiltrennwand konnte die Verspannung gelöst werden. Die provisorisch eingesetzten Spannschrauben sichern derzeit noch den Oberlichtaufsatz.

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Nach seiner Fertigstellung soll sich der Wagen wieder im Zustand nach der Generalreparatur im Jahre 1956 befinden. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Etliche Schichten verschiedener Lack- und Dispersionsfarben müssen noch von den sehr gut erhaltenen Wandverkleidungen entfernt werden. Einige Ausstattungsteile, wie z.B. die Deckenlampen, müssen noch rekonstruiert werden.

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Nikolausfahrten erfolgreich absolviert

10.12.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Auch am vergangenen zweiten Adventswochenende war die 131.060 mit unserem Zug auf der Stammstrecke unterwegs. Leider war das Wetter nicht gerade winterlich, milde Temperaturen ließen die Fahrgäste glauben, an einer Fahrt im Frühling teilzunehmen.

Herr Horst Grimm hat uns diese beiden Bilder zur Verfügung gestellt:

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Auch Herr Christian Geisler war wieder mit seiner Kamera unterwegs:

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Am Abend fanden sich die Lokmannschaft der 131.060 mit unseren Kollegen zu einem gemütlichen Beisammensein im Lokschuppen ein. Vier anstrengende Fahrtage und entsprechende Arbeitsstunden der Vor- und Nachbereitung liegen hinter uns. Damit hieß es Abschied nehmen von der 131.060 und ihrem Team. Männers, ihr seid spitze!

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Adventsdampf auf der Heidekrautbahn

03.12.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am vergangenen Wochenende dampfte unser Museumszug, gezogen von der 131.060, zum Basdorfer Weihnachtsmarkt. Schon vor Wochen waren die Fahrten restlos ausgebucht. Einige kurzentschlossene Fahrgäste nutzen die Gelegenheit und fuhren spontan mit. Unser Kollege Michael Schulz griff zur Kamera und hat den Zug bei den ersten Schneeflocken in dieser Saison abgelichtet. Die Fahrten am kommenden Wochenende sowie die Schienenbusfahrt am 27. Dezember sind ebenfalls restlos ausverkauft!

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In Richtung Berlin-Wilhelmsruh bespannte eine Diesellokomotive der Baureihe V60D den Zug, da es in Berlin keine Möglichkeit zum Umsetzen der Zuglokomotive gibt.

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Gastdampflok 131.060 eingetroffen

22.11.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am frühen Nachmittag des 21. November traf die 131.060 mit ihren Begleiterwagen in Basdorf ein. Vorangegangen waren umfangreiche Rangierarbeiten um die Begleiterwagen abstellen zu können. Anschließend wurden die Kohlenvorräte ergänzt und der Aschkasten ausgeschlackt. Die Fahrt von Ludwigslust nach Basdorf verlief ohne Probleme, so konnte sich das Dampflokpersonal nach einer Stärkung kleinen Pflegeabrbeiten an der Maschine zuwenden.

Erste Bilder vom der Ankunft der 131.060 in Basdorf, leider waren die Lichtverhältnisse sehr bescheiden, wenige Minuten vor dem Eintreffen ging ein heftiger Graupelschauer runter.

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Für die nachfolgenden Bilder bedanken wir uns bei herzlich bei Herrn Christian Geisler.

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Weihnachtsexpress

13.11.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Das Geschenk für Eisenbahnfreunde: Fahrkarten für eine winterliche Sonderfahrt nach Weihnachten mit unserem Panorama-Schienenbus nach Groß Schönebeck mit anschließender Besichtigung des Heidekrautbahn-Museums in Basdorf.
Wir fahren von Berlin-Gesundbrunnen mit unserem Schienenbus VT95 (Baujahr 1954) durch den winterlichen Naturpark Barnim nach Groß Schönebeck. Nach einem kurzen Aufenthalt zum Umsetzen von Schienenbus und Beiwagen geht es direkt in das Heidekrautbahn-Museum nach Basdorf. Dort können Sie sich bei einer Bratwurst vom Grill stärken und bei einer Führung das Heidekrautbahn-Museum und die Werkstätten besichtigen.

Jeder Fahrgast erhält während der Fahrt kostenlos einen Glühwein bzw. einen Kinderpunsch.
Die Fahrkarten als Geschenk erhalten Sie (bei rechtzeitiger Zahlung) garantiert vor Weihnachten per Post.

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Fahrpreise:
Erwachsene: 22,00 €
Kinder (3 bis 12 Jahre): 10,00 €

Voraussichtliche Fahrzeiten:
10:30 ab Berlin-Gesundbrunnen
11:50 an Groß Schönebeck
12:00 ab Groß Schönebeck
12:40 an Bw Basdorf

14:10 ab Bw Basdorf
14:55 an Berlin-Gesundbrunnen




„Der kleine Vampir“ 131.060 kommt wieder zu uns!

19.10.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

 

Nikolausfahrten mit dem Dampfzug auf der Heidekrautbahn

Am ersten und zweiten Adventswochenende fahren, wie seit Jahren Tradition, romantische Dampfzüge auf der Heidekrautbahn durch den winterlichen Naturpark Barnim zwischen Berlin-Märkisches Viertel/Rosenthal und Wandlitz, Ortsteil Basdorf. Prominentester Fahrgast ist der Nikolaus, der während der Fahrt die kleinen Fahrgäste mit Süßigkeiten beschenkt. In den weihnachtlich geschmückten, mollig warmen Abteilen werden während der Fahrt Weihnachtsgedichte vorgetragen und Weihnachtslieder gesungen, während die Dampflokomotive stapfend, zischend und pfeifend den historischen Zug durch Felder und Wälder zieht.

Am ersten Adventswochenende ist der dörfliche Weihnachtsmarkt im Dorfzentrum von Basdorf unweit des Bahnhofes das Ziel. Am zweiten Adventswochenende fahren alle Züge direkt in das Heidekrautbahn-Museum Basdorf.

Was fährt?

Lok 131.060 mit unserem Dampfzug. 7 Reisezugwagen aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit Abteilen der 2., 3. und 4. Klasse mit über 250 Sitzplätzen. Die Dampflokomotive wurde 1942 in Rumänien gebaut und gastiert im Advent bei uns in Basdorf.
Kinderwagen fahren kostenlos im Packwagen mit.
Ein Buffetwagen sorgt für das leibliche Wohl während der Fahrt.

Die Buchung der Fahrkarten via Internet: www.berliner-eisenbahnfreunde.de
oder telefonisch unter (033397) 672 77

Zur Zeit sind alle Adventsfahrten in diesem Jahr ausverkauft, jedoch können durch Stornierungen kurzfristig wieder Plätze frei werden. Aktuelle Informationen finden Sie bei den einzelnen Fahrten auf unserer Homepage.

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Als vorbereitende Maßnahme zu dem geplanten Dampflokeinsatz fand Mitte Oktober die jährliche Prüfung des Kohlekrans durch einen Prüfingenieur des TüV-Rheinland statt. Dabei kam unser Eisenbahnbetriebsleiter gehörig ins Schwitzen, mußte er doch für das geforderte Prüfgewicht sorgen. Schaufel um Schaufel füllte sich der Hunt, bis er ein Gesamtgewicht von 840 kg erreicht hatte. Einem Einsatz des Säulendrehkrans steht nichts im Wege.

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Die Lokomotiven der C.F.R. Reihe 131

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Die Lokomotiven der C.F.R. Reihe 131

Ende der 1930er Jahre suchte die Rumänische Staatsbahn C.F.R. einen Ersatz für die veralteten und leistungsschwachen Lokomotiven der MÁV-Reihen 375-377, die bis dahin in der Region Banat auf den zahlreichen steigungs- und kurvenreichen Strecken im Einsatz waren.

1939 entstand darum unter der Fabriknummer 513 der in Zusammenarbeit von UDR Resita und der C.F.R. entwickelte Prototyp einer 1´C1´ Zweizylinder Heißdampftenderlokomotive mit der Nummer 131.001. Diese vollkommen eigenständige rumänische Konstruktion sollte für den Reisezug sowie für den Güterzugdienst gleichermaßen geeignet sein. Für eine gute Kurvenläufigkeit sahen die Entwickler als Lenkgestelle Adamsachsen mit einem Laufraddurchmesser von 950 mm, für schnelles Anfahren 1200 mm für die drei Kuppel und Treibachsen vor. Der Dampfkessel wurde an preußische Baugrundsätze angelehnt, genietet, mit kupferner Feuerbüchse, Kipprost sowie Schmidtschem Rauchrohrüberhitzer ausgerüstet. Die Kesselsicherheitsventile wurden direkt am Dampfdom angebracht. Gespeist wird der Kessel über zwei Friedmann-Injektoren in einen separaten Speisedom. Die Rostfläche beträgt 2,26 m², die Überhitzerheizfläche 33,6 m², die Heizfläche 87,36 m², der höchst zulässige Kesseldruck beträgt 14 kg/cm². Die Dampfmaschine besitzt zwei Dampfzylinder mit einem Zylinderdurchmesser von 420 mm bei 600 mm Kolbenhub und eine außenliegende Steuerung der Bauart Heusinger. Knorr Druckluftbremse, elektrische Turbobeleuchtung und zwei separate Öler, einer für die Dampfmaschine, einer für das Fahrwerk, runden die gelungene Konstruktion ab. Mit 4 Tonnen Kohle und 7 m³ Wasser sind die Vorräte genügend groß bemessen. Mit 12 Tonnen Achslast ist die 62 Tonnen schwere und knapp 12 Meter lange Lokomotive auch auf Strecken mit schlechtem Oberbau gut einsetzbar. Die Leistung von etwa 630 PS reicht aus, um einen Zug von 455 Tonnen auf einer Steigung mit 10 Promille Steigung noch mit 25 km/h zu befördern. Die Höchstgeschwindigkeit der Lokomotive beträgt in beiden Fahrtrichtungen 65 km/h.

Da die Test- und Probefahrten zu voller Zufriedenheit verliefen wurde durch die C.F.R. ein Auftrag zum Bau von weiteren 66 Lokomotiven an UDR Resita vergeben. Die 66 Loks wurden dann in den Jahren 1940-1942 von UDR Resita mit den Fabriknummern 553-618 gebaut. Als ab 1953 die ersten Generalreparaturen anstanden, wurden die Lokomotiven noch mit einer Ölzusatzfeuerung ausgerüstet. Dabei wurden die zusätzlichen Ölbehälter auf den seitlichen Wasserkästen untergebracht. Der herkömmliche Brennstoff Kohle verblieb ohne Einschränkungen weiterhin im Kohlekasten hinter dem Führerhaus. Den Bw Arad, Timisoara und Caransebes zugeteilt, wurden die Loks dort bis etwa 1976 eingesetzt und danach von der Dieseltraktion abgelöst. Ab 1980 begann man, die Lokomotiven zu verschrotten. Einige, deren Zustand noch recht ordentlich war, gelangten als Werklokomotiven weiter zum Einsatz, so z.B.131.059 in SIPPL Tg. Secuiesc oder 131.060 in IRMR Grivita in Bukarest.

Museal erhalten sind:

131.001 (513/1939) befindet sich im Bw Arad

131.003 (554/1940) befindet sich im Lokomotiv Museum in Resita

131.040 (591/1941) befindet sich im Bw Arad (vorher in Bw Timisoara-Nord)

131.045 (596/1941) eingesetzt 1985 zur 100 Jahr Feier der Strecke Titu – Tirgoviste.

131.060 (611/1942) eingesetzt in Deutschland

131.063 (614/1942) befindet sich im Bw Caransebes

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MÁV= Magyar Államvasutak = Ungarische Staatsbahn

C.F.R. = Căile Ferate Române = Rumänische Staatsbahn

UDR Resita = Uzinele de Fier si Domeniile Resita = Stahl und Eisenwerke Resita

Textquelle: www.railwayfan.ro, www.dampflokomotiven.net

Bildnachweis: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Unbekannt / Ans_05303-006-AL / Public Domain Mark




Achtung! Puppenmutti gesucht

26.09.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Hallo, ich suche meine Puppenmutti! Vergessen hat sie mich im großen “Roten Brummer” bei dem tollen Ausflug mit den Berliner Eisenbahnfreunden nach Schöneweide. Hier kümmern sich alle ganz lieb um mich, aber jetzt möchte ich gern wieder nach Haus. Bitte hole mich doch hier ab. Ich warte auf dich bei den Berliner Eisenbahnfreunden, An der Wildbahn 2a, 16348 Wandlitz OT Basdorf. Samstags ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Puppenmutti




Raus mit Else…

24.09.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

…so heißt ein Blogeintrag auf der Homepage des Märkischen Viertel, auf der das Viertel vorgestellt und seine Bewohner Geschichten der letzten 40 Jahre erzählen.

Auch wir sind nun dort vertreten, unser Vorsitzender Kurt Tatzel und unser Mitglied Lukas Knobel werden vorgestellt und stellen die Berliner Eisenbahnfreunde e.V. vor. Aber wer ist Else? Else, das ist die Dampflok der Dampflokfreunde Berlin e.V., die zum Zeitpunkt der Interviews mit uns raus ins Grüne über die Heidekrautbahn gedampft ist.

 

Zum Artikel einfach auf’s Bild klicken!

Raus mit Else




Sonderfahrt zum Bw Schöneweide und Oldtimerausfahrt nach Basdorf

23.09.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Auch in diesem Jahr waren wir an beiden Veranstaltungstagen wieder mit einem Informations- und Souvenirstand auf dem 12. Berliner Eisenbahnfest vertreten. Zusätzlich fuhr am Sonntag der ausgebuchte Schienenbus mit Beiwagen von Berlin-Gesundbrunnen als direkter Zubringer bis ins Bahnbetriebswerk Schöneweide, dem Domizil der Dampflokfreunde Berlin.

Für die Bereitstellung der Fotos bedanken wir uns bei Andre Grodd.

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Ins Heidekrautbahnmuseum führte die Herbstausfahrt der “Mittwochsrunde Berlin”. Die Mittwochsrunde ist eine Oldtimerinteressengemeinschaft von Fahrern verschiedener Marken, die sich schon seit 1975 immer an einem Mittwoch treffen, daher auch der einprägsame Name. Bei sehr wechselhaftem Wetter, von Sonnenschein bis hin zu Starkregen war alles dabei, nahmen etwa 25 Fahrzeuge an der Ausfahrt teil. Im Heidekrautbahnmuseum angekommen stärkten sich die Fahrer und Beifahrer am Grill und ließen sich durch das Museum und die Werkstätten führen.

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Die Rettungshundestaffel der DLRG Barnim präsentierte sich mit einem Informationsstand und ließ die Rettungshunde mit ihren Hundeführerinnen ihr Können vorführen.

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Trotz der Wetterkapriolen war diese Veranstaltung sehr gelungen und hat allen Teilnehmern viel Spaß bereitet. Wir danken der “Mittwochsrunde”, die das Startgeld an die Berliner Eisenbahnfreunde e.V. und an die Rettungshundestaffel der DLRG gespendet haben.

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Hauptuntersuchung Motordraisine “Alfred” abgeschlossen

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Im Juli weilte die Bahnmeisterdraisine der “Märkischen Kleinbahn” im Schuppen in Basdorf, um sich am Teddybärtag frisch hauptuntersucht zu präsentieren. Da die Werkstattcrew der MKB gerade so schön im Fluss war, wurden auch gleich im Anschluss die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme unserer Draisine am Standort der MKB in Berlin-Lichterfelde begonnen. Die Motordraisine Klv 12-4341, Alpers 11102/1956, die schon seit 1979 zu unserem Bestand gehört, rückte jetzt in den Werkstattstand der MKB nach, um sich ebenfalls einer Hauptuntersuchung zu unterziehen.

Umfangreiche Arbeiten wurden von den Draisinen-Spezialisten durchgeführt. Die Draisine befand sich äußerlich in einem sehr guten Zustand, jedoch hatte die längere Abstellzeit ihre Spuren hinterlassen. Neben dem Hauptaugenmerk, das auf der Instandsetzung der mechanischen Bremsanlage lag, galt das Interesse auch der Überholung der Hub- und Drehvorrichtung zum Wenden der Draisine. Die Draisine verfügt über einen “Zwölfhunderter” VW-Industriemotor, der 28 PS leistet. Am Motor wurden die üblichen Wartungsarbeiten und eine Überholung der Kraftstoffanlage ausgeführt. Wie beim Volkswagen Käfer ist der Motor lediglich an vier Schrauben hängend am Getriebe angeschlagen. Es stehen vier Vorwärts- und ein Rückwärtsgang zur Verfügung. Um am Steckenende das Fahrzeug nicht im Rückwärtsgang zurückfahren zu müssen, kann dieses mit einer fest am Rahmen montierten Hub- und Dreheinrichtung gewendet werden. Eine Art Wagenheber wird abgesenkt, die Draisine bockt sich auf und kann über einen Drehzapfen um 360° gedreht werden. Ist die Draisine gedreht, wird das Fahrzeug wieder abgesenkt und die Dreheinrichtung in ihrer Grundstellung arretiert.

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Auch wenn es auf der Zielgeraden noch einmal knapp zu werden drohte, ist es dem Team aus MKB-Werkstattcrew und “angereisten Monteuren” der BEF gelungen, “Alfred” pünktlich zu hauptuntersuchen.

Am 11. September 2015 erfolgte die Abnahme durch die Aufsichtsbehörde und die Zulassung nach EBO.

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Einige Bildeindrücke aus der Perspektive der Untersuchungsgrube zeigen die hervorragende Arbeit, die die Kollegen der “MKB” geleistet haben.

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Die Metall-Gummi-Federelemente der Achsaufhängung wurden durch neue ersetzt. Die MKB initiierte hierfür vor einiger Zeit eine Sammelbestellung, die erfreulicherweise gute Resonanz unter Klv 12-Haltern fand. Höhere Stückzahlen bei der Bestellung sorgten für günstigere Preise.

Am 12. und 13. September wurde dann die Motordraisine “Alfred” beim Tag der offenen Tür der “MKB” dem Publikum vorgestellt. Beide Draisinen waren an diesen Tagen störungsfrei im Einsatz und erfreuten die großen und kleinen Besucher. Nach Abschluss der Festivität gelangt “Alfred” wieder zurück an seinen Stammplatz im Basdorfer Schuppen. Es ist für die Zukunft eine engere Zusammenarbeit zwischen den Vereinen  geplant. Unter anderem sollen die Draisinen “Alfred” und “Fridolin” bei den Bahnhofsfesten in Gramzow eingesetzt werden.

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BEF-Jugend in Budapest, Fedecrail-Youthcamp 2015

30.08.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Unser Verein Berliner Eisenbahnfreunde e.V. ist  Mitglied des Verbandes Deutscher Museums. u. Touristikbahnen VDMT. Dieser gehört der Europäische Föderation der Museums- und Touristikbahnen „Fedecrail“ an. Fedecrail veranstaltet seit 2007 internationale Jugendcamps, zu denen Jugendliche der Mitgliedsvereine zum interkulturellen Austausch von Erfahrungen, bestehend aus Arbeiten bei Museumsbahnen sowie kulturellen und regionalen Highlights, eingeladen werden.

Im Frühjahr dieses Jahres trat unser Vereinsvorstand mit den Vorschlag an uns heran, uns zum Fedecrail-Youthcamp 2015 in der ungarischen Hauptstadt Budapest anzumelden. Natürlich ließen wir uns beide nicht lange bitten, zumal sich der befreundete Heizer unserer Gastdampflok 131.060 ebenfalls angemeldet hatte. Ende Mai erhielten wir dann alle drei die Einladung zur Teilnahme. Natürlich war schon lange die mögliche Anreise abgecheckt worden, sodass umgehend die Fahrkarten gebucht werden konnten.

Gemeinsam verliessen wir am Freitag, dem 31.Juli standesgemäß mit dem Zug Berlin, um über Prag und Bratislava am Abend in Budapest-Keleti einzufahren. Gut organisiert wurden wir am Bahnsteig erwartet, um dann in der Unterkunft die 17 weiteren Teilnehmer kennenzulernen. Neben zwei weiteren Deutschen von der Jagsttalbahn (ebenfalls ein Geschwisterpaar) waren 2 Briten, 2 Schweden, 2 Italiener, 2 Österreicher, 4 Ukrainer und als besonderer Gast ein US-Amerikaner dabei. Eingerahmt wurde unsere bunte Truppe von 2 Rumäninnen. In einem Altersbereich von 14 bis 24 Jahren klappte die Verständigung über alle Grenzen hinweg auf Englisch und wie so oft mit Händen und Füßen. Untergebracht waren wir in einem gut gepflegten Schlafwagen auf dem Gelände des sehenswerten Budapester Eisenbahnmuseums der MAV Nosztalgia.

Ausgerüstet mit einer Monatskarte der Budapester Verkehrsbetriebe besichtigten wir am ersten Tag Budapest mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, um am zweiten Tag Einblicke in den Betrieb der Kindereisenbahn Budapest zu erhalten. Diese Schmalspurbahn wird während der Sommerferien von Kindern betrieben, ähnlich den Parkeisenbahnen in Berlin, Cottbus usw., allerdings nicht als Rundstrecke, sondern als 11km lange Stichbahn.

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Im Verlauf der Woche haben wir auf dieser Bahn auch einen Arbeitstag abgeleistet. Aufgeteilt in mehrere Gruppen für Zugdienst, Fahrdienst und auch für den Gleisbau wurden wir dann mit dem Personalzug auf unsere Stationen verteilt. Wir hatten das Glück, für den Fahrdienst auf einem Bahnhof eingeteilt worden zu sein – Glück, das die Kollegen von der Gleisbaurotte bei 40 Grad Außentemperatur nicht hatten…. Schon auf der Anreise aus Berlin war uns aufgefallen, dass ab der tschechischen Grenze das Stationspersonal (das gibt es da überall noch!) bei der Durchfahrt unseres Zuges salutierend am Bahnsteig stand. Nun, diese Armhaltung durften wir dann auch üben!

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Im weiteren Verlauf der Woche besuchten wir dann die Waldeisenbahn Kismaros, die aus dem Tal der Donau auf die Hochebene führt. Auch eines der Stellwerke des Budapester Südbahnhof „Deli“, konnten wir im laufenden Betrieb besichtigten. Dort führte uns der Stationsvorsteher auch durch die Lokleitung und stellte uns dem Fahrdienstleiter vor.

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Neben div. Arbeitseinsätzen im Eisenbahnmuseum standen auch immer wieder Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten in Budapest und dem Umland auf dem Plan, wie z.B. das Museum der städtischen Verkehrsbetriebe, der Budapester Zahnradbahn, Werksführung bei einem der führenden Hersteller von Bremssystemen von Schienenfahrzeugen, einer Burg im Donautal usw.. Aber auch die Freizeitbeschäftigung war organisiert,- Höhlenbesichtigung, Baden im Welenzer See und Besuch einer Sommerrodelbahn eingeschlossen.

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Viel zu schnell verging die Woche. Am Abend des 8.Juli wurden uns bei einer festlichen Veranstaltung im Speisewagen von extra angereisten Fedecrail-Vorstandsmitgliedern Teilnahmeurkunden überreicht. An die anschließende Fete dürften sich einige der volljährigen Kollegen nicht mehr vollständig erinnern…

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Am folgenden Sonntagmorgen hieß es dann Abschied nehmen von Budapest, den anderen Teilnehmern und natürlich von unserem Betreuerteam, das sich alle Mühe gemacht hatte, uns einen interessanten und abwechslungsreichen Aufenthalt zu bieten. An dieser Stelle nochmals einen allerherzlichsten Dank an Eszter, Peter und all die Anderen!
Mit reichlich bahntypischer Verspätung trafen wir dann am Abend des 9. August wieder in Berlin ein,- mit dem Wissen, dass das nächste Treffen voraussichtlich in Deutschland stattfinden wird….

Wir danken den beteiligten Personen für die Zustimmung zur Veröffentlichung der Bilder.




Motordraisine MKB 52 “Fridolin” zu Gast

12.07.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Zum diesjährigen Teddybärtag hatten wir einen ganz besonderen Gast zu Besuch: die Motordraisine MKB 52, genannt “Fridolin” der AG Märkische Kleinbahn aus Berlin-Lichterfelde.

Gebaut im Jahre 1962 wurde die Motordraisine als “Klv 12-4990″ an die Deutsche Bundesbahn ausgeliefert und war dort bis 1983 für Inspektionsfahrten im Einsatz. Danach verschlug es die Motordraisine für einige Jahre zur Siemens-Güterbahn nach Berlin-Spandau, wo sie recht wenig eingesetzt wurde. Nachdem dort kein Bedarf mehr bestand, wurde das Fahrzeug von der AG Märkische Kleinbahn erworben. Angetrieben von einem VW-Motor hat die Draisine eine Leistung von 28 PS und kann eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h erreichen.

Frisch gewaschen und poliert präsentierte sich “Fridolin” am Teddybärtag auf seinen ersten Einsatz nach erfolgreich abgeschlossener Hauptuntersuchung und wartete auf seine großen und kleinen Fahrgäste. Trotz Temperaturen um 36°C gönnten sich einige Besucher eine Fahrt über einige Meter extra abgesperrtes Bahnhofsgleis.

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Ein besonderer Dank geht an die Kollegen der AG Märkischen Kleinbahn, die uns nicht nur mit ihrer Motordraisine besucht haben, sondern sich unseres “Alfred”, einem fast baugleichen Fahrzeug aus dem Jahr 1954 angenommen haben und dort grundlegende Reparaturen durchführen werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll “Alfred” eine Zulassung zur Wiederinbetriebnahme bekommen und bei Draisinenfahrten zusammen mit “Fridolin” eingesetzt werden.

Pünktlich um  12:00 Uhr traf der Teddybär-Express in Basdorf ein und “Fridolin” war schon startklar, natürlich lief der planmäßige Verkehr bei der NEB weiter.

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Hier die beiden Diesellok, die an diesem Tag den Zug bespannten, natürlich bärenstark geschmückt:

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Nachdem die letzten Fahrgäste sich dann wieder Richtung Sonderzug begeben hatten, konnte bei der Ausfahrt noch ein Abschiedsfoto geschossen werden:

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Für die Bereitstellung der Fotos bedanken wir uns bei Markus Hellwig.

 

 




Neuzugang: zweiachsiger Reko-Wagen der DR

31.05.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

In den frühen Abendstunden des 29. Mai traf unser Wagen-Neuzugang in Basdorf ein. Es handelt sich dabei um einen zweiachsigen Rekowagen der deutschen Reichsbahn der Gattung Baag mit der Wagennummer 50 50 24-25 374-0. Von diesem Wagentyp sind 11 Wagen in unterschiedlichen Zuständen erhalten geblieben. Unser Wagen 20 ist einer davon. Viel wissen wir bislang noch nicht über unseren Neuzugang, können aber anhand der bislang vorhandenen Unterlagen feststellen, daß das Fahrwerk aus dem Jahr 1899 stammt. In den sechziger Jahren startete die DR ihr Rekonstruktionsprogramm, bei dem man vorwiegend Abteilwagen der Länderbahnen mit zumeist hölzernen und nur beblechten Wagenkästen verwendete. Dabei wurden diese verschlissenen Wagenkästen abgerissen, die verbleibenden Wagenuntergestelle auf einheitliche Länge mit neuen Kopfträgern gebracht und neue selbstragende Wagenkästen im Stahlleichtbau nach einheitlichen Gesichtspunkten aufgesetzt. Fenstereinteilung und Inneneinrichtung wurden an die LOWA-Neubauwagen mit Mittelgang angelehnt, aber einfacher gestaltet. Gleichartige Anstrengungen zur Modernisierung des Alt-Wagenbestandes betrieb man auch bei der Deutschen Bundesbahn, dort verfuhr man ähnlich, jedoch erhielten die dort Umbauwagen genannten Wagen ein anderes Aussehen und konnten zumeist nur paarweise eingesetzt werden. Zweiachsige Umbauwagen gab es bei der DB nicht.
Nach der politischen Wende in der DDR verschlug es unseren DR-Rekowagen zur Museumseisenbahn Hanau in der Nähe von Frankfurt am Main. Als Gegenstück zu den dort schon vorhandenen Umbauwagen der DB sollte der Wagen dann hergerichtet werden. Eine Neuausrichtung des Vereins führte zum Verkauf des Wagens.

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Erste Kontakte zu den Museumseisenbahnern aus Hanau wurden schon vor über zehn Jahren geknüpft. Schon damals galt unser Interesse dem zweiachsigen Rekowagen zur Vervollständigung unser Fahrzeugsammlung. Leider ließen einige Umstände die Verhandlungen stocken und erst in den letzten Monaten wieder aufleben. Dem Engagement einiger Vereinsmitglieder ist es zu verdanken, daß der Wagen recht unproblematisch erworben werden konnte. Dagegen gestaltete sich der aus Kostengründen über die Straße vorgesehene Transport etwas schwieriger. Zunächst wurdenTransportgenehmigungen wiederholt wegen Straßenbaustellen zurückgezogen, war es dann am 28. Mai soweit. Jedoch führte ein vorangegangener Transport mit “unserem” Tieflader zu Verzögerungen, erst am Abend konnte der Wagen in Hanau aufgeladen werden. Die Fahrt über die Autobahn nach Berlin musste dann doch wieder mehrmals unterbrochen werden um die Berufsverkehrsspitzen nicht zu stören und Pausen einzuhalten. So kam er dann erst am Abend des 29. Mai in Basdorf an. Trotz doppelt gelenkten Vorderachsen der Zugmaschine und separat gesteuerten Rädern des Tiefladers gestaltete sich das Einfahren in das Betriebsgelände sehr umständlich und zeitraubend. Immer wieder fehlte hier oder dort der entscheidende Zentimeter an Platz, mehrmaliges Rangieren des Schwerlastzuges waren von Nöten. Die Profis zeigten hier ihr Können! Das Abladen gestaltete sich dann vor dem Lokschuppen in Basdorf ohne Probleme und um 22:15 Uhr stand unser neuer Wagen mit seinen Radreifen wieder auf den Schienen.

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Wir haben uns vorgenommen, in den nächsten Wochen den Zustand des Wagens zu dokumentieren und einen weiteren Verfall einzudämmen. Sieht der Wagen auf den ersten Blick ein bisschen desolat aus, so ergeben aber Rahmen und Laufwerk sowie die Bremse ein anderes Bild und auch die Inneneinrichtung ist fast vollständig erhalten. Vollständig vorhanden sind auch die Dampfheizungsanlage, die elektrischen Einrichtungen und das WC. Bis auf eine Fensterscheibe ist die Verglasung mit den typischen Klapp-Oberteilen vorhanden. Probleme bereitet eine Außenwand des Wagenkasten, hier haben alle Wetterungetüme von mehr als zehn Jahren ungeschützter Außenabstellung ihre Spuren hinterlassen, es steht ein größerflächiger Austausch der Beblechung an. Es ist geplant, den Wagen in den nächsten vier Jahren einer Restauration und Hauptuntersuchung zu unterziehen. Die Arbeiten werden sich voraussichtlich über einen Zeitumfang von vier bis fünf Jahren erstrecken. Den Wagen wollen wir nach seiner Fertigstellung zusammen mit unserem Reko-Dreiachser und unserem Reko-Packwagen einsetzen. Stilgerecht hinter der 65 1057 oder der V60.

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Wir bedanken uns für den reibungslosen Transport bei der Firma “Usinger & Trombetta” aus Hamburg sowie für die Ladehilfe bei den Eisenbahnfreunden aus Hanau!




Unser Wagen 11 ist fertig

13.05.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Ab Himmelfahrt 2015 verstärkt der Wagen 11 unseren Museumszug.

Zur Historie:

Der Wagen 11 wurde für die Deutsche Reichsbahn 1922 als Sitzwagen 4. Klasse von der Waggon- und Maschinenfabrik AG, vormals Busch, in Bautzen gebaut. Der Beschaffungspreis betrug 17.360 Reichsmark. Seine Bauartbezeichnung lautete Di-21. Als Wagennummer dieser Zeit konnte leider nichts genaues ermittelt werden. Er hatte 66 Plätze auf sehr harten und schmalen Bretterbänken, Dampfheizung und Gasbeleuchtung. Die Bühnengeländer, das hatte die Reichswehr gefordert, sollten umlegbar sein und neben der Haupttür in den Stirnseiten musste eine kleine Drehtüre angeordnet werden, um Tragen hindurchschieben zu können: Die Wagen sollten so mit kleinstem Umrüstaufwand als Lazarettwagen dienen.
Nach der Heraufstufung der 4. zur 3. Wagenklasse 1928 beschwerten sich die Fahrgäste, dass der zweifelhafte “Komfort” der 4. Klasse zwar geblieben war, aber sie nun den wesentlich höheren Preis für die 3. Klasse bezahlen mussten. Dies fiel zudem in die Zeit der Wirtschaftskrise.
Dem kam die Deutsche Reichsbahn ab Mitte der 30er Jahre entgegen und ließ in Beschäftigungsprogrammen die Wagen innen umbauen. Mit nur noch 56 Plätzen, diese aber auf wesentlich komfortableren, der Körperform angepassten Holzlattenbänken und oft schon mit elektrischer Wagenbeleuchtung ging man ins Rennen. Zudem entfiel eines der beiden Aborte (Klosett). Die Wagen trugen nun die Bauartbezeichnung Ciu-21/33 oder Ciu-21/38.
Im zweiten Weltkrieg kamen diese Wagen tatsächlich zu der ursprünglich gedachten Lazarettfunktion, wie das Foto vom Frankreichfeldzug 1940 zeigt.
Nach dem zweiten Weltkrieg waren viele Wagen beschädigt oder zerstört. Die übrig gebliebenen Wagen dieser Bauart wurden erneut wegen ihrer einfachen Beladungsmöglichkeit zu Sonderzwecken ausgesucht und eingesetzt: Sie kamen als sog. Kolonnenwagen in die Begleiterwagenfunktion der Reparationszüge der sowjetischen Besatzungsmacht, so auch unser Wagen 11. Er hieß nun “Bdw 790 301″. Bdw stand für Bahndienstwagen. Mitte der 50er Jahre endeten die Kolonneneinsätze und die noch brauchbaren Wagen dieser Bauart kamen in die Generalreparatur, ebenfalls auch unser Wagen 11, der 1955 das Reichsbahnausbesserungswerk Wittenberge als Gattung “Bi” mit der Nummer 81734 (in zweiter Nummernbesetzung) verließ.
Ab 1958 wurde das Stammnummern-System bei der DR eingeführt, unser Wagen hieß fortan “340-413″. Bis Oktober 1969 war er der Reichsbahndirektion Cottbus zugeordnet und versah vom Einsatzbahnhof Zittau aus seinen Dienst. Erhaltungswagenmeisterei war Löbau. Für kurze Zeit, bis Dezember 1970 erhielt er noch eine zwölfstellige Wagennummer nach internationaler Darstellung:
50 50 24 25 504-2. Anschließend wurde er im Raw Potsdam zum Bauzuwagen umgebaut, erhielt Ofenheizung und war bis zu seiner Ausmusterung 1991 dem Oberbauwerk Bützow der Rbd Schwerin als “Dienst aa” mit der Wagennummer 60 50 99-17 836-6 zugeteilt.
1991 erwarben ihn die Berliner Eisenbahnfreund e.V. aus dem Reservoir im Raw Potsdam, ließen ihm dort eine Hauptuntersuchung zukommen und rüsteten ihn anschließend mit S-Bahnbänken und einem Chemieklo aus. Die Wagenbeleuchtung kam über eine 24V-Zugsammelschiene. So erfuhr er anschließend noch eine weitere Untersuchung, die ihn bis 2007 bei uns im Einsatz ließ.
Nach längerer Abstellzeit haben wir ihn uns wieder vorgenommen, einer Hauptuntersuchung des sog. EBO-Teils (Rahmen, Laufwerk, Zug-/Stoßeinrichtung, Bremse) und einer grundmäßigen Überarbeitung von Aufbau, Inneneinrichtung, Bestuhlung, Beleuchtung und äußerer Farbgebung unterzogen. Vollständig wurde dabei die innere Gestaltung geändert, der Wagen hat nun mit zeittypischer Polstersitzausstattung und Alu-Längsgepäckträgern das Ambiente der Generalreparatur-Zeit ab Mitte/Ende der 50er Jahre, wodurch für die damalige Zeit eine erhebliche Komfortsteigerung erfolgte. Dabei erhielt er auch viele kleine Details (Schilder, Reklame, farbliche Absetzungen). Er hat nun 54 Sitzplätze, Dampfheizung, elektrische Beleuchtung und verfügt über eine Beschallungsanlage nach UIC. Allerdings entfiel das Klosett zugunsten eines Dienstraumes.
Die gesamten Arbeiten zogen sich von Sommer 2011 bis ins Frühjahr 2015 hin. In dieser Erscheinungsform dürfte er ein Einzelstück sein, da dieser Wagentyp bei anderen Museumsbahnen häufig auf die 4. Klasse der Zeit vor 1928 zurückgebaut worden ist.
Am 06.05.2015 erhielt er seine eisenbahntechnische Abnahme zum Wiedereinsatz. Seine Wagennummer nach dem internationalen System (NVR) lautet nunmehr: D-BEF 75 80 24-29 367-5.

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Dampflokomotive 65 1057 hat Geburtstag

12.04.2015 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 1. April 1957 wurde unsere Dampflokomotive 65 1057 nach erfolgreicher Abnahmefahrt von Drewitz nach Belzig durch die Deutsche Reichsbahn in der DDR in Dienst gestellt. Damit wird sie im April 2015 58 Jahre alt. Erste Dienststelle der im VEB Lokomotivbau Karl Marx in Potsdam Babelsberg unter der Fabriknummer 121057 gebauten Maschine war das Bahnbetriebswerk Dresden Altstadt. Die Deutsche Reichsbahn beschaffte in der Mitte der 1950er Jahre 88 Neubaudampflokomotiven der Reihe 65.10, die veraltete Lokomotiven für den Personenzugdienst ablösen und in den ehemaligen Ballungszentren der DDR den neu entstehenden Schnellverkehr mit Doppelstockwagen zügig ins Rollen bringen sollten. Die spurtfreudigen Lokomotiven mit einer Leistung von ca. 1500 PS und 90 km/h Höchstgeschwindigkeit waren dafür bestens geeignet.
Unsere 65 1057 gelangte vom Betriebswerk Dresden Altstadt über die Bw Eberswalde und Nordhausen Mitte der 1970er Jahre in die Lausitz zum Bw Bautzen. Dort war die Lokomotive weiterhin im Reisezug- und Nahgüterzugdienst, meist von der Einsatzstelle Löbau aus, im Einsatz. Zuletzt ab Mitte 1988 nur noch als Heizlokomotive benutzt wechselte die Lok nochmalig den Standort zur Lokeinsatzstelle Luckau des Bahnbetriebswerks Cottbus. Dort war die Lokomotive kurzfristig zeitgleich mit der Schwestermaschine 65 1008 beheimatet. Nach der politischen Wende in der DDR 1989/90 und dem Ausscheiden der letzten Dampflokomotiven aus dem regulären Dienst konnte die 65 1057 durch unseren Verein Anfang der 1990er Jahre von der DR erworben werden. Die 65 1057 wurde dann bis zum Ablaufen aller Fristen bei zahlreichen Sonderfahrten auf der „Heidekrautbahn“, auf der Strecke zwischen Tegel und Lübars oder auch bei Plandampfveranstaltungen zwischen Pasewalk und Neubrandenburg eingesetzt. Seit 1998 ist die Lok im Basdorfer Lokschuppen abgestellt. Drei Lokomotiven der Baureihe 65.10 haben alle Zeiten überlebt: 65 1008 beim Lokschuppen Pomerania e.V. in Pasewalk, 65 1049 als Museumslok von DB Museum im Bw Arnstadt Hist. und 65 1057 beim Verein Berliner Eisenbahnfreunde e.V. in Basdorf. Keine Lokomotive ist derzeit betriebsfähig. Aber das könnte sich auch durch Ihre Mithilfe ändern. Der Verein Berliner Eisenbahnfreunde e.V. ist bestrebt, die 65 1057 wieder einer Hauptuntersuchung zu unterziehen, um wieder eigenständige Dampfzugfahrten ohne Mietlokomotiven anbieten zu können und den neuen Zulassungs- und Einsatzkriterien zu entsprechen. Dann wäre die 65 1057 als einzige 65.10 in Deutschland betriebsfähig und als ein Brandenburger Produkt auch eine Bereicherung in unserer Region.
Durch Mitglieder unseres Vereins wurde Anfang 2015 die Lokomotive zum Befunden durch eine Fachfirma vorbereitet, um erst einmal einen groben Überblick über den Zustand der Lok, die anstehenden Arbeiten und vor allem die Kosten zu erlangen. Der Zustand der Lokomotive ist wie erwartet nicht hoffnungslos; dennoch dauern die Ermittlungen der Kosten und des Arbeitsumfangs noch an.

Sollten Sie dieses Projekt unterstützen wollen, dann können Sie jederzeit unter dem 

Verwendungszweck Hauptuntersuchung 65 1057 auf das Konto Berliner Eisenbahnfreunde e.V. Geld spenden.

Kontonr.   100 5 100
Postbank Berlin (BLZ 100 100 10)
IBAN: DE53 1001 0010 0001 0051 00
BIC: PBNKDEFFXXX

Es wäre doch schön, wenn es uns gemeinsam mit Ihnen gelingt, die 65 1057 spätestens zu ihrem 60. Geburtstag wieder unter Dampf zu setzen.

Besichtigt werden kann 65 1057 in Basdorf übrigens am Himmelfahrtstag, 14. Mai 2015. Fahrkarten für die Sonderzüge gibt es hier :

http://berliner-eisenbahnfreunde.de/fahrkartenbestellung/

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Historische Fotos vom Einsatz der Dampflokomotive 65 1057  beim Bw Bautzen, Lokeinsatzstelle Löbau in den 1980er Jahren.

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Aktuell “nur” Ausstellungsstück: Bald sollen auf dem Rost wieder die Flammen lodern.

Nachfolgend einige Bildimpressionen von den Arbeiten : Überhitzerrohre ausbauen, Waschluken öffnen, Verkleidungsbleche abbauen,  Rauchkammer ausfegen.

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Hauptuntersuchung Wagen 11 kurz vor dem Abschluß

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Seit längerem befindet sich der Wagen 11 im Dampflokschuppen zur Hauptuntersuchung. Bei diesem Wagen handelt es sich um einen Vorläufer der „Donnerbüchsen“. Auf einem Stahlrahmen ruht ein hölzerner Wagenkasten, der nach außen hin mit Blechplatten beschlagen ist. Erworben von der Deutschen Reichsbahn als Bauzugwagen ohne Inneneinrichtung, wurde der Wagen im Jahre 1991 betriebsfähig aufgearbeitet, das Erscheinungsbild der Sitzabteile im Laufe der nächsten Jahre jedoch nicht verändert. So wirkte der Wagen im Inneren doch recht kühl und kahl. Im Zuge seiner Abstellung wegen Fristablaufs im Jahre 2009 wurden schon erste Pläne für ein ansprechenderes Aussehen entworfen. 1921 gebaut, wurde der Wagen dann 1955 einer Generalreparatur im Raw Wittenberge unterzogen. In diesem Zustand soll sich der Wagen dann nach Abschluss seiner Hauptuntersuchung zeigen.

Um ihn wieder in diesen Zustand herrichten zu können, wurden die Abteile von den bis dahin eingebauten S-Bahn-Holzbänken beräumt und es erfolgte der Einbau einer Niederdruckdampfheizung. Die Beleuchtungsanlage des Wagens wurde wieder auf Einzelwagenbeleuchtung umgestellt. Hierzu waren der Anbau des Generators, Batteriekasten und des Ladereglers erforderlich. Für die bessere Information unserer Fahrgäste wurde eine Lautsprecheranlage installiert. In den Abteilen wurden die Wandverkleidungen nach originalem Vorbild nachgefertigt. Die Bestuhlung der Abteile wurde aus vorhandenen Polsterbänken vorgenommen, zugleich wurden fehlende Polsterstücke in der JVA-Tegel nachgefertigt. Ein Großteil der Arbeiten nahm das Fahrwerk in Anspruch. Neben einem Achsentausch erfolgte auch die Zerlegung und Vermessung des gesamten Bremsgestänges. Ebenso stellte der Aufbau des hölzernen Wagenkastens eine Herausforderung dar. Ein Holzbalken war so sehr angegriffen, dass dieser neu aus Eiche angefertigt werden musste. Zuletzt wurde der Wagenkasten angeschliffen, um abschließend neu lackiert werden zu können.

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Durch das Anschleifen der Wagenaußenhaut unseres Wagens Nr. 11 haben wir Zeugnisse zu einem weiteren, bisher nicht bekannten Lebensabschnitt des Wagens gefunden.

Bisher hieß es, dass der Wagen nach seiner Zeit als Reisezugwagen mit der Stammnummer 340-413 (Epoche IIIb) ab der Zeit der Computernummern (Epoche IV) als Bauzugwagen fungierte (60 50 99 17 836-6). Dem ist offenbar nicht so:

Wir haben die Computernummer 50 50 24 25 504-2 entdeckt. Das bedeutet, daß er vor seinem Einsatz als Bauzugwagen noch als Reisezugwagen diente:

  • 50 Austauschverfahren: Wagen für den Binnenverkehr
  • 50 Eigentumsmerkmal: DR
  • 24 zweiachsiger Sitzwagen 2. Kl. (alle Sitzangebote)
  • 25 Höchstgeschwindigkeit kleiner/gleich 120 km/h, mit Dampfheizung (ggf. auch mit elf. Hzg.)
  • 504 Ordnungsnummer
  • -2 Selbstkontrollziffer

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Spannend wird es mit der Bauart-Bezeichnung, die nur “Ba” anzeigte. Danach wäre der Wagen jedoch ein dreiachsiger Wagen ohne Durchgang (wie z.B. klassicher preuß. Abteilwagen). Hierbei handelt es sich entweder um einen Fehler oder um einen Abbruch beim Anbringen der Bezeichnung (unvollständig geblieben). Richtig wäre: “Baai” oder “Baaie” (mit elektr. Hzg.), dann hätten beide Polster (z.B. aus Generalreparatur oder als Reko-Rohrgestell). Möglich wäre auch: “Baaio” (dann hätte er Holzklasse als Bestuhlung behalten).

Laut Datenblatt war diese Bezeichnung (50 50 24 25 504-2) schon einmal in der Wagenstammkarte eingetragen. Sie wurde nach der HU 1991 vom Raw Pts nochmals vergeben, aber 1991 nicht am Wagenkasten angebracht, sondern nur am Langträger.
Tatsache ist jedenfalls, dass ausweislich der durchgeführten Schleifarbeiten die Bauzugwagen-Nummern definitiv über der Reisezugwagen-Nummer aufgemalt wurden und es eine Zwischenschicht aus grüner Wagenfarbe gab.

Wir vermuten, dass der Wagen nach dem Raw-Aufenthalt Okt. 1967 umgezeichnet abgeliefert wurde und dann bis zum Umbau als Bahndienstwagen im Okt. 1970 noch drei Jahre im Reisezugdienst war.




Herzlichen Dank, Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch

22.12.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Die Berliner Eisenbahnfreunde bedanken sich recht herzlich bei allen Fahrgästen und Freunden des Vereins für eine erfolgreiche Fahrtsaison 2014. Besonderer Dank gilt den Kollegen der Berliner Dampflokfreunde um Lok 52 8177, dem Team der Lok 131.060, der Firma Laeger & Wöstenhöfer, den Kameraden der FFw Klosterfelde sowie der Niederbarnimer Eisenbahn und natürlich auch allen Kollegen aus den eigenen Reihen.

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Adventsfahrten 2014

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Auch in diesem Jahr konnte der Verein Berliner Eisenbahnfreunde e. V. wieder die beliebten  Advents- und Nikolausfahrten anbieten. Durch die Anmietung der Dampflok 131.060 aus Norddeutschland gelang es uns am 29./30. Novenber und am 06./07. Dezember  alle Züge traditionell mit Dampftraktion zu fahren. Alle Züge waren nahezu 100 % ausgebucht. Unsere kleinen und großen Fahrgäste konnten am ersten Wochenende den Basdorfer Weihnachtsmakt besuchen bzw. am zweiten Wochenende unser Gelände besuchen. Kinderpunsch, Glühwein und unser weihnachtlich geschmückter Festplatz luden zum Verweilen ein. Für die kleinen Fahrgäste hatte der Nikolaus Geschenke mitgebracht und sie konnten einer Weihnachtsgeschichte zuhöhren oder kleine Lebkuchenhäuschen basteln. Besonderer Dank gilt dem Team der Dampflok 131.060, der Fahrdienstleitung der Niederbarnimer Eisenbahn, aber auch allen anderen Beteiligten, die zum Erfolg der Fahrten mit beigetragen haben.

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Gasoline meets Steam

- AG Öffentlichkeitsarbeit

An einem Wochenende im Oktober 2014 besuchten uns etliche historische Kraftfahrzeuge, Mopeds und Motorräder. Mehrere Enthusiasten aus den Landkreisen Barnim und Oberhavel hatten das Heidekrautbahnmuseum als Ziel einer Sternfahrt auserwählt. Eine Führung durch die Werkstätten und das Museum sowie heißer Kaffee und ein kleiner Snack von unserem Grill rundeten für die Kameraden der gummibereiften Klassiker die 2 Stunden Aufenthalt ab.

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ETB-Eisenbahn-Technische Bildung GmbH

16.12.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Wenn das Klassenzimmer einmal nicht benutzt werden kann, was dann? Dann geht man halt nach draußen. So besuchten uns ebenfalls im August die Teilnehmer eines Lehrganges der ETB GmbH aus Bernau. Alles junge Lokführeranwärter, die erst einmal langsam an die Materie Eisenbahn heran geführt werden wollten. Sicherungstechnik, Bremstechnik und natürlich Fahrzeugtechnik konnten genauestens im Selbstversuch erkundet werden bzw. wurden vom Chef anschaulich vermittelt. Dabei hatten alle sichtlich viel Spaß und konnten für die Ausbildung doch einige Dinge mitnehmen. Und zum Schluss, vor dem obligatorischen Gruppenfoto mit der Dampflokomotive “Ampflwang”, kam sie dann doch noch: die berühmte Frage aus der “Feuerzangenbowle”: Wat is’n Dampfmaschin?

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Die AG Rheinsberger Bahnhof e.V. lud zum Bahnhofsfest

26.11.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am Wochenende 30./31.08.2014 hatten die Kollegen der AG Rheinsberger Bahnhof e.V. zum Bahnhofsfest geladen. Wir fuhren mit dem VT 95 dort hin und pendelten an beiden Tagen mehrmals auf der “Atombahn” zwischen Bahnhof Rheinsberg und Werkbahnhof Stechlinsee. Diese Strecke gehört den Energiewerken Nord und führt zum ehemaligen Kernkraftwerk. Vielen Dank an alle Beteiligten, auch an die rührigen Kollegen von der AG Rheinsberger Bahnhof e.V.und vom Eisenbahnförderverein Pro Schiene, die mit zu den Fahrten beigetragen haben. Dank an Thomas Fischer für die Bilder.


BEF VT 95 9396 als 81095 ausfahrend Bhf. Herzberg mit Ziel Rheinsberg; 30.08.2014 10:32BEF VT 95 9396 als 218 im Bhf. Rheinsberg; 30.08.2014 15:13

BEF VT 95 9396 als 220 auf der EWN Werkbahn im Einschnitt nähe Wittwesee mit Ziel Werksbahnhof Stechlinsee; 30.08.2014 16:27BEF VT 95 9396 als 212 auf der EWN Werkbahn aus Rheinsberg kommend hinter dem Bü der B 122 nach Stechlinsee; 30.08.2014 12:26

BEF VT 95 9396 als 219 auf der EWN Werkbahn am Waldweg Bü am Parkplatz Wittwesee mit Ziel Rheinsberg; 30.08.2014 15:57BEF VT 95 9396 mit 223 auf der EWN Werkbahn im Werksbahnhof Stechlinsee; 30.08.2014 17:39

 




3000°-Festival Feldberg/Meckl. vom 15.08.2014 bis 17.08.2014

15.09.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 15.08.2014 ging es gut besetzt mit Teilnehmern des Festivals von Berlin-Gesundbrunnen mit dem VT 95 9396 und dem VB 142 307 nach Neustrelitz und von dort auf die altehrwürdige Mecklenburgische Friedrich-Wilhelm-Eisenbahn, also über Neustrelitz Süd, nach Feldberg/Mecklenburg. Später folgten passend zu den Anschlusszügen in Neustrelitz (Süd) noch Pendel nach Feldberg/M. (als Zulauf zum Festival) und ab Sonntag wieder als Ablauf in entgegen gesetzter Richtung.

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REWE sagt Danke

08.09.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 10.08.2014 besuchten uns im Rahmen einer Feier Mitarbeiter und Angehörige einer REWE-Filiale aus Berlin-Reinickendorf. Eigens dafür wurde wieder einmal unser Schienenbus angemietet, der unsere Gäste vom Wilhelmsruher Damm abholte und direkt ins Heidekrautbahnmuseum nach Basdorf brachte. Der als Sommerfest gestaltete Betriebsausflug bereitete allen Beteiligten sichtlich viel Spaß. Lokschuppen, Draisine und Gartenbahn wurden genauestens inspiziert, da wurden selbst Erwachsene wieder zum Kind. Abgerundet durch Leckereien vom Grill, natürlich aus dem Hause REWE, war es ein tolles Fest. REWE sagt Danke, die Berliner Eisenbahnfreunde auch.

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Happy Birthday “Roter Brummer”!

07.09.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Unser VT 95 9396 feiert seinen 60.Geburtstag. Im Juli 1954 erblickte er in den MAN-Werken Nürnberg mit der Fabriknummer 140894 das Licht der Welt. Am 14.07.1954 wurde er bei der ehemaligen Deutschen Bundesbahn in Dienst gestellt. Die erste Heimat war das Betriebswerk Braunschweig Hbf. Über die Betriebswerke Delmenhorst und Uelzen gelangte der Schienenbus zum Betriebswerk Landau, wo er am 22.11.1980 ausgemustert wurde. 1981 konnte der Verein Berliner Eisenbahnfreunde e.V. den Schienenbus und den Beiwagen VB 142 307, ebenfalls Baujahr 1954, erwerben und der Nachwelt erhalten. So dreht er nun schon 60 Jahre lang seine Runden auf den Gleisen, inzwischen als einer der letzten betriebsfähigen VT 95 in Deutschland.

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Teddys on Tour: am 06.07.2014 war Teddybär-Tag

- AG Öffentlichkeitsarbeit

An diesem Tag besuchten uns zahlreiche kleine und große Teddybären mit ihren Freunden im Heidekrautbahnmuseum in Basdorf. Bei schönstem Sommerwetter gab es wieder genug zu entdecken. Alle Hallen waren geöffnet, die Gartenbahn wie immer sehr umlagert und auch die Kameraden der Feuerwehr Klosterfelde drehten wieder Runden mit ihrem Oldtimer. Für das leibliche Wohl wurde ausreichend gesorgt.

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Besuch der Kita ” An der Heidekrautbahn” aus Schildow am 13.06.2014

- AG Öffentlichkeitsarbeit

Wenn eine Kita so einen tollen Namen hat und einen Ausflug macht, wo fährt sie dann hin? Na logisch, ins Heidekrautbahnmuseum nach Basdorf. Wie auch schon im letzen Jahr besuchten uns dieses Mal 17 kleine Mäuse von der Kita „An der Heidekrautbahn“ aus Schildow. Eigens für diesen Ausflug wurde unser Schienenbus VT 95 9396 angemietet. Mit ihren beiden Erzieherinnen und einigen Eltern konnten sich unsere kleinen Gäste wieder alles genau anschauen. So wurden unsere Fahrzeughallen genau inspiziert, etliche Runden auf „Güwis“-Gartenbahn gedreht, mit der Draisine gefahren oder auch die Geschicklichkeit beim Entenangeln unter Beweis gestellt. Nach einem ordentlichen Mittagessen gelang es noch kurzfristig die Halle der Niederbarnimer Eisenbahn zu besuchen und einen Einblick in die Arbeit bei einer modernen Eisenbahn zu bekommen.

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Ein gelungenes Fest zu Himmelfahrt

03.06.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am 29. Mai 2014 fand unsere Veranstaltung zu Himmelfahrt statt. In diesem Jahr haben wir für Sie die Dampflokomotive 52 8177 der Dampflokfreunde Berlin aus Schöneweide nach Basdorf geholt und sind damit unsere Sonderzüge gefahren. Unterstützt wurde sie von einer Diesellokomotive der Type V60 D, da uns ja in Berlin Wilhelmsruher Damm eine Wendemöglichkeit für die Lokomotiven fehlt. In zwei sehr gut ausgelasteten Zugpaaren strömten viele kleine und große Besucher auf unser Gelände in Basdorf. Alles konnte wieder angeschaut und begutachtet werden, und es taten sich wie in jedem Jahr viele Fragen zu den Projekten auf, u.a. zur beabsichtigten Hauptuntersuchung der Dampflokomotive 65 1057 und unserer Diesellok V60 D. Für das leibliche Wohl unserer Gäste war ausreichend gesorgt. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klosterfelde fuhren mit ihrem Oldtimer Granit 27 vom Festplatz kurze Runden durch die Siedlung, was allen ordentlich Spaß bereitete. Und selbst der Wettergott meinte es gut mit uns und ließ seine Regenschleuse geschlossen.

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Saisonauftakt 2014

01.05.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Liebe Eisenbahnfreunde, liebe Freunde des Vereins, liebe Fahrgäste,

während unserer Winterpause haben wir intensiv an unseren historischen Fahrzeugen weitergearbeitet. Große Fortschritte machen die Hauptuntersuchungen der Diesellokomotive V60 und des Wagen 11. Unsere Dampflokomotive Ampflwang wurde endgültig abgestellt. Um für Sie weiterhin Fahrten auf der Heidekrautbahn anbieten zu können, stehen wir im engen Kontakt zu Betreibern von Dampflokomotiven. Zum Frühlingsfest im Bahnbetriebswerk Basdorf am 29. Mai 2014 ist es uns gelungen, die Dampflok 52 8177 der Dampflokfreunde Berlin für unsere Dampfzugfahrten zu gewinnen. Erstmals bieten wir Ihnen in diesem Jahr sowohl einen Sommer- als auch Winterfahrplanflyer an, um Sie zeitnah über die aktuellen Fahrten informieren zu können. Den Winterfahrplanflyer werden wir voraussichtlich im August veröffentlichen.

52 8177

Auch in diesem Jahr lockte Basdorf wieder mit Brandenburgs größtem Osterfeuer zahlreiche Besucher aus der Region an. Zum Saisonauftakt am Ostersamstag fuhren wir mit unserer Schienenbusgarnitur und 100 gut gelaunten Gästen dorthin. Am 26. und 27. April fand das Frühlingsfest der Dampflokfreunde Berlin im Bahnbetriebswerk Schöneweide statt. Auf diesem war auch unser Verein mit einem Informationsstand vertreten. Dieser erfreute sich bei den zahlreichen Eisenbahnfreunden großer Beliebtheit.

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Seit April ist unser Heidekrautbahn-Museum wieder samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!




Abschiedsfahrt der Dampflok Ampflwang

24.03.2014 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Letzte Fahrt

Nach nun 28 Jahren Betrieb in Berlin und Brandenburg hat unsere Dampflok Ampflwang am 14. Dezember 2013 ihre letzte Fahrt erfolgreich gemeistert.

Die Dampflok „Ampflwang“ bespannte seit mehr als 25 Jahren unsere Museumszüge. Gebaut wurde sie 1925 bei Hanomag in Hannover für die Wolfsegg-Traunthaler-Kohlenwerks AG in Oberösterreich. Die Aufarbeitung der Lok für unseren Verein, nach mehrjähriger Abstellzeit im Freien, fand in der ÖBB-Werkstatt in Knittelfeld in Österreich statt, die darauf folgenden Hauptuntersuchungen wurden bei der DB AG in Görlitz bzw. in eigener Regie in unserer Werkstatt durchgeführt.

Leider werden wir diese Dampflok nicht mehr für den Betrieb aufarbeiten. Gesetzliche Änderungen zwingen uns, neue technische Einrichtungen an unserer Dampflok zu installieren. Sämtliche Triebfahrzeuge müssen mit Einrichtungen versehen sein, die das Überfahren von Halt zeigenden Signalen verhindern. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h muß auch die Beschleunigung gegen ein Halt zeigendes Signal verhindert werden. Diese technischen Einrichtungen lassen sich an unserer Dampflok „Ampflwang“ bauartbedingt leider nicht installieren. Im Gegensatz zur „Ampflwang“ ist die 65 1057 für einen Einbau der PZB 90 geeignet. Wir haben uns daher entschieden, die Hauptuntersuchung der 65 1057 zu projektieren. Bitte unterstützen Sie uns bei diesem Projekt.

Berliner Eisenbahnfreunde e.V.

Kontonr.   100 5 100

Postbank Berlin (BLZ 100 100 10)

IBAN: DE53 1001 0010 0001 0051 00

BIC: PBNKDEFFXXX

Verwendungszweck: HU 65 1057




Dampflokomotive “Ampflwang” mit neuer Kesselfrist

09.10.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

P1170136aAnfang September wurde nach erfolgreicher Kesselrevision mit Wasserdruckprobe durch den zuständigen Kesselsachverständigen des TüV e.V. eine neue dreijährige Kesselfrist bescheinigt. Die neue Kesselfrist war die entscheidende Voraussetzung für den Weiterbetrieb der “Ampflwang” bis zum Jahresende 2013. Nach 88 Jahren unfallfreien Betrieb werden jetzt elektronische Sicherheitseinrichtungen auch für sehr langsame Lokomotiven gefordert, um den Bahnverkehr in Deutschland noch sicherer zu machen. Ende Dezember 2013 wird dann das Feuer in der “Ampflwang” für immer verlöschen.

 

 

 

 

 

Neues aus der Werkstatt

Aktuell werden am Personenwagen 11 verschlissene Schrauben der Außenbeblechung ausgetauscht. In einem kleinen Bereich der Außenwand sind einige hölzerne Strebe abgängig und werden jetzt vor der Neubeblechung ersetzt. In diesem Bereich erneuern wir auch die Entwässerungseinrichtungen der Fenstertaschen. Bei der Diesellokomotive V 60D wurden der Rahmen und die Achsen durch Trockeneisstrahlen gereinigt. Nunmehr kann mit der Lackierung begonnen werden. Zunächst werden der Rahmen und die Achsen lackiert. Anschließend wird die Lok wieder auf ihre Achsen gesetzt. Die Achsfedern sind von der Aufarbeitung zurück und warten auf den Einbau. Am 14.09.13 wurden vom TÜV sämtliche Luftbehälter erfolgreich geprüft.




175 Jahre Eisenbahn in Berlin

22.07.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

BEF_VT 95_9396_DTM_17.03.2013aAm 22. September 1838 fuhr der erste Dampfzug in Preußen zwischen Zehlendorf und Potsdam. Am 29. Oktober 1838 wurde die Strecke bis Berlin für den Verkehr freigegeben. Die Bahn war eingleisig ausgeführt und rund 26 Kilometer lang. Dies war der Startschuss für die epochale Entwicklung der Eisenbahn in und um Berlin. Bald wurden Eisenbahnlinien in alle Himmelsrichtungen gebaut. In und um Berlin entstanden die größten Dampflokomotivfabriken Europas. Zur 100-Jahrfeier setzte die Deutsche Reichsbahn am 22.09.1938 den Nachbau des Adlers auf der Stammbahn ein. In der Deutschlandhalle wurde ein Theaterstück über dieses Ereignis aufgeführt. Weitere 50 Jahre später wurde in West und Ost an der geteilten Stammbahn gefeiert. Unser Dampfzug fuhr im Auftrag der BVG! im September 1988 auf einem Teilstück der Stammbahn zwischen Zehlendorf und Düppel. In der Bahnmeisterei Zehlendorf wurden weitere Schienenfahrzeuge ausgestellt.

Die Deutsche Reichsbahn erinnerte mit einer großen Fahrzeugausstellung in Potsdam an die erste Eisenbahn in Preußen. Wir wollen daher mit einer Sonderfahrt unseres historischen Schienenbusses am 22. September 2013 über das letzte befahrbare Teilstück der Stammbahn an dieses bedeutende Ereignis erinnern, siehe unten. Weitere Veranstaltungen zu diesem Ereignis sind uns leider nicht bekannt.

Wir wären gern mit unserer Dampflokomotive „Ampflwang“ aus diesem Anlass auf der Stammbahn gefahren, jedoch läuft die Kesselfrist Anfang September ab. Eine Verlängerung der Frist um ein Jahr ist gegenwärtig unser Ziel.

Sitzplätze zur Sonderfahrt reservieren …




Oldtimer im Bahnbetriebswerk

08.06.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Regen, Regen, nichts als Regen, so begann der Juni im Gegensatz zum Wonnemonat Mai. Dass das lange geplante Oldtimertreffen am 2. Juni so ins Wasser fällt, konnte bei der Planung nicht erahnt werden. Leider erlitt die Dampflok Ampflwang morgens bei der Leerfahrt nach Berlin einen Schaden, der nicht sofort repariert werden konnte. Einer der beiden, sich an der Feuerbüchsdecke befindlichen Schmelzpfropfen war ausgeblasen. Normalerweise dient diese Sicherheitseinrichtung dazu, das Lokpersonal vor einem Ausglühen der Feuerbüchsdecke bei zu geringem Wasserstand im Kessel zu warnen. Sinkt der Wasserstand unter ein Mindestmaß, so wird die Bleifüllung nicht mehr ausreichend gekühlt und erreicht ihren Schmelzpunkt. Durch den Druck wird dann das Blei ausgeblasen und der Dampf tritt mit starkem Rauschen in die Feuerbüchse aus. Der Grund für das Ansprechen des Schmelzpfropfen war nicht ein geringer Wasserstand, vielmehr eine Lunkerstelle in der Bleifüllung. Beim Erstarren hat sich ein Haarriss gebildet, der durch Abzehrungen erweitert wurde und schließlich zum Absprengen eines Teils der Füllung geführt hat. Der Ausbau konnte natürlich erst im komplett drucklosen und abgekühlten Zustand des Kessels erfolgen.

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Nachdem die Kollegen in Basdorf den Hilferuf erhielten, wurde die Dampflok mit der Köf II zurück geschleppt. Kaum in Basdorf wieder angekommen, setzte die Köf ihre Fahrt wieder fort um den Zug wieder zu erreichen. Da durch diesen Spontaneinsatz keine betriebsfähige Rangierlok mehr in Basdorf war, ist es uns leider nicht mehr möglich gewesen, die 65 1057 aus dem Schuppen zu holen. Mit etwas Verspätung traf trotz des schlechten Wetters der gut besuchte Zug im Heidekrautbahnmuseum ein. Einigen Oldtimerbesitzern und deren Fahrzeugen machte der Regen nichts aus, sie hatten sich dankenswerter Weise auf den Weg nach Basdorf gemacht.

 

An dieser Stelle danken wir folgen Clubs für Ihr Kommen nach Basdorf:

  • Auto Union Vetreanen Club e.V.
  • Sammlergemeinschaft “Ersatzrussen aus Bestensee”
  • Historische Fahrräder Berlin e.V.
  • Oldtimerclub Oberhavel e.V.
  • Volvo-Club Deutschland e.V.

sowie den spontan angereisten Fahrern, die nicht einem Club angehören.

Anschließend ein paar Impressionen vom Veranstaltungstag:

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Erfolgreicher Mai

07.06.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

 

Der Mai 2013 war für den Verein sehr erfolgreich. An 5 Tagen konnten die Berliner Eisenbahnfreunde mit gut ausgelasteten Zügen Sonderfahrten durchführen. Ziele waren der Schmachtenhagener Bauernmarkt am 1.Mai, das Eisenbahnmuseum im Historischen Lokschuppen Wittenberge am 5. Mai und zu Himmelfahrt am 9. Mai das Vereinsgelände und Heidekrautbahnmuseum in Basdorf. Am 16. Mai besuchte uns der Kindergarten „Koboldhaus“ aus Summt in Basdorf und am 25. Mai gab es noch eine private bestellte Fahrt nach Schmachtenhagen mit kurzem Besuch im Heidekrautbahnmuseum. Weiterhin wurde die altersschwache Küche in den Vereinsräumen gründlich renoviert und durch eine neue ersetzt. Die Arbeiten bei den Hauptuntersuchungen der Fahrzeuge Wagen 11 und Diesellokomotive V 60 schreiten weiter voran.

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Am 01. Mai fuhr unser Dampfzug von Berlin Wilhelmsruher Damm über Basdorf zum Bauernmarkt nach Schmachtenhagen.

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Am 05. Mai ging es mit der Schienenbuseinheit VT 95 9396 und VB 142 307 zum Bw Fest im Historischen Lokschuppen nach Wittenberge. Dort konnten sich unsere Fahrgäste die gelungene Lokomotivsammlung anschauen und auf einer Dampflokomotive der Baureihe 50.35 oder auf der Lok “EMMA” mitfahren.

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Am 09. Mai fand unsere Veranstaltung zu Himmelfahrt statt. Anfänglich noch durch Regenschauer unterbrochen, durfte sich am Nachmittag unsere 65 1057 doch noch in der Sonne präsentieren.

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Am 16. Mai besuchten uns die Kinder und Erzieherinnen der Kita “Koboldhaus” aus Summt. Unsere kleinen Gäste charterten für ihren Ausflug extra den Schienenbus und reisten auf dem Schienenweg an. Nach dem Besichtigen des “Heidekrautbahnmuseums”, einer Draisinenfahrt und einiger Runden auf “Güwis Gartenbahn” versammelten sich alle noch zum Gruppenbild vor der Dampflok “Ampflwang”. Alle hatten einen tollen Tag. Und einige Tage später folgte noch ein dickes Dankeschön, worüber wir uns riesig freuen.




Hauptuntersuchung: Neues von der V 60 D

06.05.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am Samstag den 27.04.2013 wurden durch die Kollegen der Dieselsektion unseres Vereins die beiden Bremszylinder der V60 D ausgebaut. Diese Arbeit gestaltete sich durch die Enge und das Gewicht der Bauteile eher schwieriger als erwartet. Bedingt durch die Lage innerhalb des Lokomotivrahmens konnte oft nur eine Person arbeiten. Die Bremszylinder können dann demnächst separat untersucht und aufgearbeitet werden. Weiterhin wurden zwischenzeitlich die Radsätze ohne Befund geprüft und Teile des Bremsgestänges, die Federn sowie die Treib-und Kuppelstangen grob gereinigt. Vier neue Federspannschrauben mit den zugehörigen Sattelscheiben wurden beschafft. Nachdem die Feder mit der kaputten Lage aus dem Federwerk instandgesetzt zurückgekommen war, können nun die sieben anderen Federn ebenfalls zur Instandsetzung verschickt werden. Alle Arbeiten werden im Rahmen der Hauptuntersuchung der V 60 D durchgeführt.

HU_ V60

Bremszylinder_ V60

Lokrahmen_ V60

Bremszylinder_ V60_ Palette

Federn_ V60Stangen _V60




Erfolgreiche Abnahme zur außerordentlichen HU-Fristverlängerung

28.04.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Am Freitag erfolgte die erfolgreiche Abnahme zu einer außerordentlichen HU-Fristverlängerung der Dampflok Ampflwang. Bis zum Ende der Kesselfrist Anfang September darf die Dampflok wieder eingesetzt werden. Zuvor war der Wiedereinbau der reparierten Tragfeder erfolgt und die Einstellung des Laufwerks geschehen, was auch mit einer Br1-Untersuchung verbunden wurde. Am gestrigen Nachmittag erfolgte der Probelauf auf der Strecke nach Mühlenbeck ebenso erfolgreich. Die Lok darf bis zum genannten Termin weiter betrieben werden. Alle Beteiligten freuten sich über das positive Ergebnis, auch der Sachverständige der Landeseisenbahnaufsichtsbehörde Berlin.




Fotostrecke einer Leerfahrt mit VT 95 und VB 142

07.04.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Wenn jetzt doch so langsam der Frühling kommt, blicken wir noch mal auf  “weiße Ostern 2013″ zurück. Zum alljährlichen Osterfeuer in Basdorf sollte eigentlich der Museumszug mit zwei Dieselloks verkehren. Da aber die Buchungszahlen recht gering waren, entschieden wir uns für den Einsatz der Schienenbusgarnitur.

Spontan griff unser Eisenbahnbetriebsleiter zu seiner Kamera und lichtete den Sonderzug auf der Strecke ab. In der Eile, rechtzeitig am ersten Bahnübergang in Schönwalde einzutreffen, hat er doch glatt vergessen den Farbfilm einzulegen.

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Ein kleiner Rückblick

05.04.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Anlässlich der diesjährigen Frühjahrstagung des Verbandes Deutscher Museums-und Touristikeisenbahnen (VDMT), welche vom Verein Berliner Eisenbahnfreunde e.V. in Wandlitz ausgerichtet wurde, fuhr am 17.03.2013  unser Triebwagen VT 95 9396 und Beiwagen VB 142 307 als Sonderzug ins Deutsche Technik-Museum Berlin (DTMB). Rückblickend dazu zwei Aufnahmen von der kleinen Fahrzeugschau im DTMB mit V 200 018, 795 465-4 und VT 95 9396 sowie vom “Roten Brummer” vor der Giebelwand des Lokomotivschuppens im Bw Berlin Anhalter Bahnhof.

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Achsfeder der Dampflok Ampflwang wieder eingebaut

02.04.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

In den letzten Wochen wurde mit dem Einbau der reparierten Achsfeder an der Dampflok Ampflwang begonnen. Die Feder wurde in einer zertifizierten Federnwerkstatt überprüft. Dazu wurde die Feder gereinigt und jede einzelne Federlage mit Ultraschall bzw. im Farbeindringverfahren auf Haarrisse untersucht. Anhand der vorhandenen Parameter konnte dann die schadhafte Federlage aus speziellem Federstahl nachgefertigt werden. Das Aufsetzen der Feder auf das Achslagergehäuse war durch die engen Platzverhältnisse zwischen Lokrahmen und Aschkasten schon sehr schwierig. Nicht immer reichten den Kollegen dazu zwei Hände aus.

Einsetzen der AchslagerführungAchsgabelsteg und Lagerstellkeil

Eine weitere Herausforderung war das Einsetzen der beiden Federspannschrauben. Hierzu musste die Lage der Feder mehrmals korrigiert werden um die Spannschraube mit der Sattelscheibe über die oberste Federlage mit den Tragnocken einzuhängen. Auch war die Achslagerführung für den Ausbau der Feder ausgebaut worden. Zum Wiedereinbau musste das Lager zusammen mit der schon unter leichter Vorspannung stehenden Feder so ausgerichtet werden, daß die Führungsplatte wieder mit allen Schrauben eingesetzt werden konnte.

Einstellen Achslager Achslager Ampflwang

Danach konnten die Lagerstellkeile und die Achsgabelstege wieder eingesetzt werden. Inzwischen sind die Kuppelstangen auch schon wieder an ihren angestammten Platz zurück gekehrt. Abschließend sind alle Achslager an der Lok neu eingestellt worden. Eine Rollprobe mit der Diesellok zeigte keine unerfreulichen Auffälligkeiten. Bis zum erneuten Einsatz der Dampflok am 1. Mai sind aber noch weitere Arbeiten nötig. Es steht noch die Kesseldruckprobe durch den TÜV-Sachverständigen und die Fahrwerksuntersuchung durch die Bahnaufsicht aus.




Achsfeder der Dampflok Ampflwang repariert

04.03.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

In der letzten Woche ist die reparierte Feder der Ampflwang aus dem Federnwerk Staßfurt zurückgekommen. Die Prüfzeugnisse liegen uns auch vor. Nun bereiten wir den Einbau der Feder vor. Wir müssen jedoch vor einer Inbetriebnahme alle Achsen neu einstellen und das demontierte Bremsgestänge wieder komplettieren. Mit anderen Worten: schwere Schlosserarbeit, die von unseren Vereinsmitgliedern in einer ungeheizten Halle und in einer noch kälteren Untersuchungsgrube durchgeführt werden muss. Erst nach Abschluss der Arbeiten kann die Untersuchungsfrist des Fahrwerks verlängert werden. Daher rechnen wir erst mit einer Inbetriebnahme der Lok vor unserem Hamsterzug nach Schmachtenhagen am 1. Mai. Der dortige Bauernmarkt hat übrigens einen neuen Eigentümer, der schon mit der Modernisierung der Anlage begonnen hat.

Die aus dem Federnwerk zurück gekommenen Federn warten frisch elaskoniert auf ihren Einbau:

Reparierte Feder AmpflwangReparierte Feder V60

Die Feder der Ampflwang erhielt eine neue oberste Federlage mit den Tragnocken für die Sattelscheibe, ebenso erhielt die Feder der V60 eine neue Federlage. Auch hier war ebenfalls die oberste Lage gebrochen.

Neue Federlage AmpflwangGebrochene Federlage V60




Neues Buchungssystem für Fahrkarten

- AG Öffentlichkeitsarbeit

In diesem Jahr haben wir ein neues Buchungssystem für unsere Fahrkarten. Die kostenlose Reservierung von Fahrkarten hatte im letzten Jahr für größere Probleme gesorgt. Zwar waren bei unseren Schienenbusfahrten als auch bei den Fahrten im Advent alle Züge ausgebucht, jedoch fuhren dann bei den Schienenbusfahrten so wenig Fahrgäste mit, dass eine Kostendeckung nicht erreicht werden konnte. Bei den Nikolausfahrten blieben bis zu 2 Wagen leer. Im Vorfeld hatten wir jedoch wochenlang interessierte Fahrgäste abgewiesen. Diese Entwicklung können wir wirtschaftlich nicht länger tragen. Wir haben uns daher entschlossen, ein Buchungssystem einzuführen, wie es bei der Deutschen Bahn und auch bei anderen Kulturbetrieben üblich ist.

Unsere Fahrgäste bestellen zukünftig online oder telefonisch die gewünschten Fahrkarten und erhalten per Post oder online die entsprechende Rechnung. Nach Zahlungseingang erfolgt dann der Versand der Fahrkarten. Lediglich in der Woche vor der Fahrt können dann, sofern noch Plätze vorhanden sind, Sitzplätze reserviert werden. Die Bezahlung erfolgt dann wie bisher im Zug. Auch ohne Anmeldung kann man mit uns fahren, jedoch ohne Sitzplatzgarantie. Durch das Modell der Vorkasse erwarten wir eine deutlich höhere Termintreue bei den buchenden Fahrgästen. Bei den Schienenbusfahrten werden die Rechnungen erst versandt, sofern die Mindesteilnehmerzahl (40 Fahrgäste) erreicht wird, sonst wird die Fahrt abgesagt, um den Verein vor wirtschaftlichen Schäden zu schützen. Frühes Anmelden sichert also die Durchführung der Schienenbusfahrten zu Eisenbahnmuseen in Berlin und Brandenburg. Es werden in diesem Jahr keine Buchungs- oder Versandkosten erhoben.

Unser Buchungssystem werden sie ab nächster Woche unter Fahrplan/Fahrkarten finden.




Hauptuntersuchung unserer Dampflok 65 1057

23.01.2013 - AG Öffentlichkeitsarbeit

Dampflok 65 1057

Entgegen unserer ursprünglichen Planungen werden wir unsere Dampflok „Ampflwang“ nicht mehr betriebsfähig aufarbeiten lassen. Aktuelle gesetzliche Änderungen zwingen uns zur Umstellung unserer Planungen. Mit der 6. Verordnung zur Änderung eisenbahnrechtlicher Vorschriften vom 25.07.2012 wurde vor allem die Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung (EBO) in wesentlichen Teilen geändert. Diese Änderungen der EBO treten am 1.12.2012 Kraft. Zugleitstrecken sind mit technischen Einrichtungen auszurüsten durch die ein Zug selbsttätig zum Halten gebracht werden kann. Dies gilt auch für die Strecken nördlich von Basdorf. Sämtliche Triebfahrzeuge müssen mit Einrichtungen versehen sein, die das Überfahren von Halt zeigenden Signalen verhindern. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h muß auch die Beschleunigung gegen ein Halt zeigendes Signal verhindert werden. Diese technischen Einrichtungen lassen sich an unserer Dampflok „Ampflwang“ und an unserer Köf II bauartbedingt leider nicht installieren. Unser Schienenbus VT 95 verfügt bereits über diese Anlagen (PZB 90). Die V 60 soll sie im Rahmen der Hauptuntersuchung erhalten. Im Gegensatz zur „Ampflwang“ ist die 65 1057 für einen Einbau der PZB 90 geeignet. Wir haben uns daher entschieden, die Hauptuntersuchung der 65 1057 zu projektieren. Bitte unterstützen Sie uns bei diesem Projekt.

Berliner Eisenbahnfreunde e.V.

Kontonr.   100 5 100

Postbank Berlin (BLZ 100 100 10)

Verwendungszweck: HU 65 1057